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Film Besprechungen
Han Solo
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Beitrag #181
RE: Film Besprechungen

Mal wieder ein paar neue Filme gesehen, die hier nun angesprochen werden sollen.
Gekauft wurden in der letzten Zeit Filme wie The Kings Speech, 96 Hours und Ein Fisch namens Wanda. Allesamt auf Blu Ray, wobei ich letztgenannten bereits als DVD besaß und gut über eBay verkaufen konnte. Befand sich immerhin auch in absolut neuwertigem Zustand, trotz dass der Film massig im DVD Player gelaufen ist.

Beginne ich mit The Kings Speech, dem Film, der den Aufstieg des eigentlich nicht direkten Tronfolgers King George VI. erzählt. Hauptaugenmerkt liegt auf dem sprachlichen Handicap des späteren Königs, denn er stottert ungemein. Gespielt von Colin Firth, zeigt dieser Film wunderbar die menschliche Seite des Königs, dem Vater der jetzigen Königin, und seines Sprachlehrers.
Zuvor war ich skeptisch, hat mich das Thema nicht sonderlich gereizt, wollte meine Frau jedoch den Film sehr gern sehen und gab es ihn bei Amazon im Angebot, bin ich im Nachhinein beeindruckt von der Machart und kann ich empfehlen. Mit passend eingesetztem Humor, britischer Korrektheit und interessanten Einblicken in den Alltag des Königshauses, jedoch mit dem Fokus auf die sprachliche Thematik, weiß der Film zu gefallen und ist keine trockene Abhandlung.

Als zweite Blu Ray möchte ich nun etwas zu dem Film 96 Hours sagen. Bereits in diesem Thread angesprochen, ist es ein knallharter und sehr gut gemachter Action-Thriller mit Liam Neeson.
Seine (Film-)Tochter wird in Paris entführt, er ist ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit und beginnt, die Tochter zu suchen und die Entführer zu erledigen.
Keine sonderlich neuartige oder umwerfende Geschichte, dafür aber genial inszeniert, spannend umgesetzt und herrlich anzusehend einer der besten Actionfilme mit einer Ein-Mann-Show der letzten Jahre.
Wer auf der Suche nach einem Actionfilm ist und diesen hier noch nicht gesehen hat, sollte zugreifen!

Die bereits zu beginn angesprochene Blu Ray von Ein Fisch namens Wanda wurde eigentlich nur gekauft, weil diese ein besseres Bild als die DVD vorweisen kann. Der Film selber ist exakt der gleiche und bleibt eine der besten Komödien aller Zeiten. Ein genialer John Cleese, eine tolle Jamie Lee Curtis und ein herrlicher Kevin Kline.
Wer Monty Python mag, kommt um diesen Film nicht drumrum.


Bis denne, Han Solo

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20.12.2011 15:00 Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Weisnet
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Beitrag #182
RE: Film Besprechungen

Die aktuelle Unterhaltung im "Meine neuste Anschaffung" Thread hat mich daran erinnert, dass in diesem Thema noch ein Beitrag darauf wartet, kommentiert zu werden:
King's Speech habe ich gestern, nach ziemlich genau einem Jahr, erneut gesehen. Diesmal fand die Sichtung mit Familie statt, im heimischen Minikino, auf DVD (Blu war uns zu teuer) und das erste Mal auf Deutsch. Ich muss sagen, dass der Film in der Synchronfassung weniger verliert, als ich befürchtet habe; der Film bleibt stimmungsvoll und schauspielerisch hervorragend umgesetzt, und ich habe meiner Vorjahreswertung eigentlich nichts hinzuzufügen Wink

Zu 96 Hours wurde von mir aus auch alles erwähnenswertes geschrieben - toller Film in seinem Genre!

Nach besagter Sichtung von TKS habe ich mir gestern Abend einen weiteren, in D eher unbekannten Film angesehen, und zwar Blazac und die kleine chinesische Schneiderin:
Ich kann nur sagen, ein weiters Meisterwerk aus Fernost, wenn auch der Hintergrund eher kontrovers anmutet: der Film wurde vom Autor des gleichnamigen Romans in ein Drehbuch umgearbeitet und unisono verfilmt, und zwar mit einer Drehgenehmigung in China und mit chinesischer (und im Übrigen sehr guter) Besetzung. Diese Drehgenehmigung konnte die chinesischen Zensurbehörden jedoch nicht davon abhalten, den fertigen Film wegen, wenn auch eher unterschwellig angebrachter Kritik am chin. System bzw. besonders den Zuständen während der Kulturrevolution in den 70er Jahren, zu verbieten. Völlig unbegründet meiner Meinung nach, ist doch der Film viel mehr ein melancholisches Portrait einer sehr speziellen Liebesgeschichte, einer Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und einem Mädchen, aber mehr noch einer Liebesgeschichte zwischen einer einfachen Bäuerin und den Büchern. Sicher, Kritik ist vorhanden, aber nur für Menschen, die sie auch sehen möchten - Holzhammermoral sieht anders aus...
Was auf jeden Fall bleibt, sind überwältigende Landschaftsaufnahmen, berührendes Schauspiel und eine Geschichte, die dem Ideal eines modernen Märchen schon sehr nahe kommt. Mich konnte das Drama somit vollkommen überzeugen, auch wenn es für mich nicht ganz die Brillanz eines Heimweg aufweisen kann: 1-
Zur DVD ist nicht mehr zu sagen, als das eine komplett synchronisierte Fassung in akzeptabler Bildqualität vorliegt.
[Bild: xxpmm6vr.jpg]

Da ja ein paar Worte zu Bank Job gefordert wurden, versuch ich mal, mein Gedächtnis etwas in Schwung zu bringen.
Für mich ist Bank Job, wie Freddy schon geschrieben hat, ein durchweg gelungenes Heist-Movie, dass sich sehr am klassischen Regiestil der 70er orientiert und sich selbst sehr zugunsten seiner spannend umgesetzten Geschichte zurücknimmt. Kulissen, Autos und Musik wissen den Zeitgeist sehr stimmig wiederzugeben, die Darsteller machen ihre Sache durchweg gut, Jason bleibt einfach ne coole Sau und das Tempo stimmt. Wer große Actionorgien ala Transporter oder gar Crank erwartet, der wird allerdings zwangsläufig enttäuscht werden.
Ich würde mir allerdings auch, wie die anderen, eine Kritik von Alex wünschen, da er den Film sicher präsenter hat.

Gruß Tobi
28.12.2011 20:39 Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Han Solo
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Beitrag #183
RE: Film Besprechungen
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.01.2012 12:44 von Han Solo.)

Du schaust und kaufst wie man immer wieder sieht, viele asiatische Filme. Finde ich interessant, habe selber auch ein paar gesehen aber kaum gekauft, wenn dann Videothek.
Was die emotionale Seite angeht, muss man diesen Filmen oft eine sehr hohe Perfektion zugestehen. Nicht zu schnulzig und wirklich gut erzählt, manchmal sicher etwas fremd wirkend, weil die Kultur eine andere ist und dennoch mitreißend. Genau das ist es, was die Filme so unterhaltsam macht - sofern man sie mag.

Nochmal was zum Film Bank Job.
Wie Du bereits festgestellt hast, ist dieser Film anders als die Mehrzahl der Actionkracher mit Statham. Vielmehr wird hier wunderschön anhand der Kleidung, des Bildes und der Erzählweise das 70er Jahre Kino und auch die Zeit allgemein, in welcher die Handlung spielt, ins Visier genommen.
Es gibt kaum Actioneinlagen, bis auf eine Szene recht weit zum Ende des Films, in der Jason Statham nochmal ein wenig zeigen kann, aus welchem Genre er eigentlich kommt. Dennoch ist Bank Job keineswegs langweilig.
Eine Gruppe Kleinkrimineller bekommt durch eine Freundin die Möglichkeit, einen dicken Bankraub zu machen. Clever geplant und trotz vorheriger Skepsis wird mittels Tunnel in eine Bank in London eingebrochen. Im Grunde nichts anderes als all die vielen anderen Filme zum Thema Banküberfall und dennoch gut inszeniert, bekommt man hier eine gut erzählte Geschichte die zum Teil auf Erzählungen von Personen beruhen die in irgendeiner Weise beteiligt waren.
Nicht durchweg super spannend, dennoch mit der nötigen Würze eines Heist Films und einer klaren Erzählweise, kann ich Bank Job jedem empfehlen, der Filme im Stil oder gar aus den 70ern mag, der nicht nur Krach, Bumm, Bang und Statham mal in einer anderen Rolle sehen will.

In den letzten Tagen habe ich auch so einiges an Film konsumiert. Darunter waren die drei X-Men Filme und Wolverine. Entgegen meiner Erinnerung kannte ich den dritten Teil von X-Men doch schon (habe ihn letztlich sogar im Kino gesehen) und muss sagen, alle drei Filme sind durchweg top. Es gibt ja viele Marvel-Comic Verfilmungen, doch gerade die X-Men Filme mag ich am meisten. Noch nicht gesehen habe ich Iron Man, soll ja auch sehr gut sein, wird aber irgendwann nachgeholt.
Den vierten Film, X-Men Origins: Wolverine, kannte ich jedoch noch gar nicht. Er passt wunderbar in die Reihe und vervollständigt die Entstehung bzw. Herkunft von Wolverine auf sehr passende Weise. Wieder mit jeder Menge Action versehen, guten Special Effects und einer ordentlichen Liebesgeschichte, wird hier die sentimentale Seite des Tiers gezeigt und gleichzeitig wie der Mutant Logan über mehrere Jahrhunderte hinweg Kriege übersteht und zusammen mit seinem Bruder jede Menge wenig schöner Erlebnisse hat.
Es soll ja noch ein weiterer Film zu Wolverine gedreht werden, der sicher noch genauer hinterfragt, was aus seinem Bruder geworden ist. Denn nur wenn man X-Men 3 kennt und die Ähnlichkeiten dortiger Personen mit denen aus dem Origins: Wolverine Film verknüpft, kann man weitere Zusammenhänge ausmachen. Daher bin ich echt gespannt, was der Film "The Wolverine" (so wird der zweite Teil derzeit genannt) zeigen wird.

Für alle Fans von Comicverfilmungen ist die X-Men Reihe eine echte Perle, denn hier werden Emotionen und Action sehr gut gemischt ohne zu viel uninteressantes Drumherum gezeigt.

Bei der Bildqualität erkennt man natürlich die Dauer der Reihe. Mit jedem Teil steigt die Qualität. X-Men 3 und Wolverine nehmen sich wenig, wobei Wolverine mit einigen unglaublich tollen Landschaftsaufnahmen punkten kann und auch bei den Special-Effects nochmal was drauflegt und teilweise Bilder zeigt, die umwerfend aussehen.


Bis denne, Han Solo

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Weisnet
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Beitrag #184
RE: Film Besprechungen
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.01.2012 13:10 von Weisnet.)

Das ist wohl richtig, ich habe am asiatischen Film, und auch am asiatischen Kulturraum allgemein, einen Narren gefressen Wink Auch als Reiseziele stehen die südostasiatischen Länder ganz oben auf meiner Liste.
Dazu kommt, dass der asiatische Film (den es so eigentlich gar nicht gibt; japanisches, chinesisches und südkoreanisches Kino unterscheiden sich doch erheblich) eine unglaubliche Vielfalt an Subgenres bietet und man immer wieder neue Seiten der uns fremden Kulturen entdeckt.
Balzac musst du dir fast einmal ansehen, denn ich fand die Präsentation dieser an sich recht schlichten Geschichte einfach umwerfend Cool
Die X-Men Reihe mag ich sehr gern, aus den von dir bereits angesprochenen Gründen, auch wenn ich den 5.Teil leider noch nicht kenne. Das Spin/off Wolverine hat mir leider nicht so gut gefallen, da sich hier der Focus meiner Meinung nach zu sehr auf ein typisches Effektgewitter hin verschoben hat - handwerklich sicher sehr gut gemacht, aber ein wenig herzlos..

Zum Thema Heist-Movie kann ich auch noch einen echten Klassiker des Genres beisteuern, und zwar Jean Pierre Melvilles vorletzte Regiearbeit Vier im roten Kreis:
Der Film kann einige der bekanntesten Darsteller der damaligen französischen Kinos auf seiner Besetzungsliste vorweisen, u.a. Alain Delon und Yves Montand in großen Rollen. Diese erledigen ihren Job erwartungsgemäß auch bravourös; darüber hinaus ist der Plott vernünftig geschrieben, der Film ausgezeichnet gefilmt und die Ausstattung perfekt. Er überträgt exakt das Feeling auf den Zuschauer, das nur Filme aus diesem Land und genau dieser Zeit aufweisen. Allerdings gibt es auch einen negativen Punkt meinerseits, der nicht unerwähnt gelassen werden sollte: der Film ist sehr lang (> 140min) und, viel schlimmer, in einigen Momenten auch langweilig. So wurden einige Szenen und Einstellungen, besonders die Darstellung des eigentlichen Raubes, ungemein in die Länge gezogen, was mir doch etwas sauer aufstieß. Trotzdem alles in allem eine gute 2
Zur Blu-Ray, die im Rahmen der äußerst empfehlenswerten StudioCanal Collection erschienen ist, ist zu sagen, dass ich sowohl Bild- als auch Tonqualität für einen Film dieses Alters äußerst zufriedenstellend empfand.
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Han Solo
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Beitrag #185
RE: Film Besprechungen

Vier im roten Kreis steht auf meiner Wunschliste, nur derzeit noch zu teuer und vermutlich auch noch einige Zeit nicht günstig zu haben. Dazu ist der Film für die Mehrheit der Käufer wohl zu uninteressant/alt. Sowas wird gerade von jungen Leuten oft sofort mit "taugt nichts" abgetan, genauso wie es dem Schwarz/Weiß Film nachgesagt wird, einfach nur aus Unwissenheit.

Klar, Actiongewitter ist in Bezug auf Wolverine sicher richtig, wobei ich es dennoch passend vom Verhältnis fand, wie auch die emotionale Seite hervorgehoben wird. Das der Film brutaler, actionlastiger sein muss, steht eigentlich außer Frage, denn der Charakter um den es geht, ist alles andere als zahm und dazu finde ich, passt das gezeigte.
Aber natürlich ist das subjektiv. Smile


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Han Solo
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Beitrag #186
RE: Film Besprechungen

Liegt schon einige Zeit bei mir und wurde nun endlich gestern Abend angeschaut: Quigley Down Under (Quigley der Australier).
Ein Film mit Tom Selleck (ja, inzwischen habe ich einige Filme mit ihm und ich sehe ihn sehr gern) in dem er einen Mann verkörpert, der als Cowboy bezeichnet werden kann. Er ist ein Jäger der berühmt für seine Treffsicherheit ist und auf eine Anzeige nach Australien kommt (wohnt eigentlich in Amerika) um dort Hunde zu jagen. Diese Anzeige stellt sich jedoch schon kurz nach der Ankunft als etwas vollkommen anderes heraus, denn er soll dafür engagiert werden, die Aborigine, also die Ureinwohner Australiens, zu jagen.
Das ist absolut zuwider, was dazu führt, dass er zum Gejagten wird, jedoch die Situation sich ebenso schnell darin umkehrt, dass er zum Jäger der Ausbeuter der Aborigine wird.
Neben einer nicht zu schnulzigen Romanze die auch einiges an Humor mitbringt, bietet der Film viel Wester-Flair und dazu auch einige ordentliche Schusswechsel.
Das Finale ist sehr gut in Szene gesetzt und die Erzählweise ist durchweg auf ordentlichem Niveau. Etwas unpassend mag zuerst die Rolle des Cowboys für Kenner von Tom Selleck wirken, doch auch hier zeigt er wieder sofort, dass er ein sehr guter und aus meiner Sicht von vielen einfach unterschätzter Schauspieler ist.
Dazu kommt noch ein gutes Leitthema bezüglich der Vertreibung und Ausrottung der Aborigine, was einen gewichtigen Grund für die Handlungsweise von Matthew Quigley ausmacht.
Bei der Bildqualität kann die DVD leider nicht überzeugen. Oftmals verschwommene Aufnahmen, wenig Tiefe aber zum Glück gute Aufnahmen bei Dunkelheit. Es gibt weitaus bessere DVD Produktionen, doch von dem Film gibt es nur eine Version die sich weltweit nicht unterscheidet. Eine Blu-Ray ist sehr unwahrscheinlich, denn es gibt bisher noch keinen einzigen Film mit Selleck, der auf dem neuen Medium erschienen ist, was wohl an seinem aufgedrückten Stempel des Seriendarstellers liegt.
Wer also Tom Selleck mag, etwas für Western übrig hat, Gefallen am Land Australien findet und mit durchwachsener Bildqualität leben kann, sollte den Film gesehen haben.


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07.01.2012 19:05 Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
FraG
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Beitrag #187
RE: Film Besprechungen
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.01.2012 00:39 von FraG.)

Ich habe mal einige eurer Kritiken durchgelesen, liest sich alles interessant und den ein oder anderen Film werde ich sicher mal schauen. Bank Job steht auf alle Fälle auf Meiner To-Watch-Liste.

Ich gebe auch mal wieder eine Kritik zu einem aktuellen Kinofilm ab:

In Time - Deine Zeit läuft ab.
Die Voraussetzungen: In einer fernen Zukunft spielt Geld keine Rolle mehr, die einzig gültige Währung ist Zeit. Jeder wird mit einem Guthaben von einem Jahr geboren. Diese Uhr fängt aber erst ab einem Alter von 25 Jahren an abzulaufen und von da an altern die Menschen auch nicht mehr. Außerdem ist es auch nicht möglich vorher auf das Guthaben zuzugreifen. Und da man mit der Zeit alle alltäglichen Sachen bezahlen muss, ist diese schnell aufgebraucht. Während die Reichen Jahrtausende auf ihrer Uhr und weitere Jahrmillionen in ihrem Tresor haben, leben in Ghettos Menschen, die frühs mit weniger als 24 Stunden aufwachen und von Tag zu Tag leben - im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Handlung: Will lebt im Ghetto und arbeitet in einer Fabrik, wo er gerade genug verdient, um den nächsten Tag zu erleben. Seine Mutter hat am Tag einen Kredit abbezahlt, was dazu führt, dass sie nur noch 1,5 Stunden auf der Uhr hat und sich von Will Zeit geben lassen will. Da die Busfahrt nach Hause nun 2 statt 1 Stunde kostet, muss sie zu Fuß gehen, was aber ebenfalls ein Weg von 2 Stunden ist. Sie ist schon fast zu Hause angekommen. Will sieht sie und rennt ihr entgegen. Mit letzter Kraft wirft sie sich ihrem Sohn in die Arme, um den zum Übertragen der Zeit nötigen Körperkontakt herzustellen. Doch es ist zu spät... Niedergeschlagen geht Will in eine Kneipe, wo ein Mann Lokalrunden am laufenden Band gibt und über 116 Jahre auf der Uhr hat. Davon werden natürlich Diebe angelockt. Will gelingt es, den Mann zu retten. Der ist aber lebensmüde, im wahrsten Sinne des Wortes. Da er schon über 100 Jahre alt ist, ist er bereit zu sterben und schenkt Will im Schlaf bis auf ein paar Minuten seine gesamte Zeit. Daraufhin reißt Will durch die Zeitzonen, in denen jeweils ähnlich reiche Leute zusammen leben, bis hin zur Zeitzone 12 der Superreichen. Er nimmt sich vor die Zeit gerecht zu verteilen und will möglichst viel davon in das Ghetto bringen. Da er sich aber schneller bewegt, als es in dieser Zeitzone üblich ist, fällt er sofort auf und gerät in das Visir eines Time Keepers, der die Zeittransaktionen überwacht. Dieser stellt ihn schon bald, glaubt Will aber nicht, dass er seine Zeit geschenkt bekommen hat und konfiziert diese, sodass ihm nur 2 Stunden erhalten bleiben. Von nun an beginnt eine Hatz durch die Zeitzonen, wobei es Will immer wieder gelingt, Zeit ins Ghetto zu bringen, doch er hat vor die Zeit möglichst gleichmäßig zu verteilen, da genug Zeit für alle vorhanden wäre.

Meine Meinung: Ich habe mir von dem Film mehr erwartet. Die Grundidee ist zwar recht interessant, aber aus diesem Stoff hätte man viel mehr machen können. Letztendlich ist es kein besonders herausragender Film, sondern eine Robin-Hood-Story, wie man sie schon oft gesehen hat. Die Tatsache, dass die Zeit die Währung ist, sorgt aber für ein paar kribbelige Momente. Und natürlich ist die Situation, seine Zeit ablaufen zu sehen, ein beklemmendes Gefühl. Es gibt aber auch einige Ungereimtheiten. Wo Will zu Beginn eine lange Reise durch die Zeitzonen, deren Grenzen gut bewacht sind, zurücklegen muss, was auch sehr kostspielig ist, scheint er am Ende beliebig zwischen ihnen hin und her reisen zu können. Außerdem ist sein Zeitguthaben nicht nachvollziehbar. Hat er in einem Moment noch Tausende von Jahren auf dem Konto, rennt er im nächsten Moment schon wieder gegen die Zeit mit nur noch wenigen Minuten Guthaben.

Kurz und knapp:
Idee: klasse, trifft genau meinen Geschmack
Umsetzung: mangelhaft, da hätte man viel mehr draus machen können/müssen.
Gesamturteil: geht so, muss man sicher nicht gesehen haben, kann man sich aber anschauen.

Interessante/Merkwürdige Nebensache: Die Automobilindustrie scheint nicht mehr zu existieren, da ausschließlich alte und immer gleiche Ami-Schlitten rumfahren (ausgenommen eines E-Types, den sich Will kauft).

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13.01.2012 00:38 Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
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Beitrag #188
RE: Film Besprechungen

Klingt für mich total langweilig und das, obwohl ich solche abgedrehten Ideen und Science Fiction sehr mag. Irgendwie ist das so null acht fünfzehn und ein wenig abstrus, dass man erst altert, dann auf einmal nicht mehr und nur noch ein Jahr hat. Sicher, gewissen Reiz versprüht die Idee schon, aber was Du so schreibst, müsste da was ganz anderes bei rauskommen.

Aktuell im Kino interessiert mich der Film Drive. Klingt zwar nach typischem Autofilm, ist aber vielmehr ein Thriller der im Arthaus Stil gemacht ist. Mal schauen, ob ich es schaffe ins Kino zu gehen.

Einige andere Sichtungen werde ich bald nochmal erwähnen, hab da ein ultra schlechtes Urteil zu Krieg der Welten von Steven Spielberg mit Tom Cruise auf Lager, denn der Film hat mich dermaßen enttäuscht. Wink


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13.01.2012 09:17 Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
FraG
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Beitrag #189
RE: Film Besprechungen

Total langweilig ist er nun auch nicht, aber sicher weniger spannend, als man erwarten darf. Wie gesagt, man hätte mehr draus machen können. Aber es stimmt schon, das was anderes bei rauskommen müsste. Ich weiß zwar nicht was (bin ja kein Drehbuchautor Big Grin), aber einfach tiefsinniger. Es ist aus meiner Sicht nicht gelungen, die beklemmende Situation, seine Zeit ablaufen zu sehen, in die entsprechende Stimmung zu übertragen. Vielleicht wollte man damit aber auch ausdrücken, dass es für die Leute normal ist, da es ja ihr Alltag ist.

Ultraschlechtes Urteil zu Krieg der Welten? Ein anderes würde dem Film auch nicht gerecht! Big Grin Von dem war ich auch sehr enttäuscht, besonders, weil ich mir unter "Krieg" was ganz anderes vorgestellt habe. Und das Ende war ja mehr als plump. Ich bin mal gespannt, was du dazu schreiben wirst. Smile

[Bild: bmw_sig24jr7.jpg]
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13.01.2012 10:31 Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Besier
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Beitrag #190
RE: Film Besprechungen

In "In Time" wollte ich auch zuerst, doch die Kritiken haben mich davon abgehalten. Und wenn ich das Lese, bin ich doch glatt froh, dass ich eher in Mission Impossible gegangen bin.

Wobei mich der auch nicht 100%ig überzeugt hat. Dem Film hat das gewisse extra (dasselbe wie bei Frank Big Grin) gefehlt, er ist jetzt nicht unbedingt schlecht, jedoch würde ich keinem Empfehlen ihn im Kino zu sehen, lieber ein Weilchen warten, bis die DVD kommt. Zumal der Ton (oder eher die Lautstärke, vlt. lag es am Kino) mir nicht zusagten, manche so eigentlich leise Geräusche, wie das Fallen eines Steines auf den Boden erscheinen lauter als ein Pistolenschuss, als Beispiel Rolleyes

MfG
Besier

Zitat von jan:"Für 30.000DM hat man früher nen Mercedes gekauft, und nicht das untere Ende der VW-Produktpalette..." - sadly true
[Bild: signaturixiiu.png]
13.01.2012 17:56 Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
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