Umfrage: Was meint ihr zu der Überlegung der EU-Kommission, Autos älter als 7 Jahre jedes Jahr zur HU zu verpflichten?
Gute Idee, alte Autos sind gefährlich.
Gute Idee, damit weiß ich, dass mein Auto noch sicher unterwegs ist, unabhängig von gefährlichem Alter oder nicht.
Schlechte Idee, alte Autos sind nicht gefährlicher als neue.
Schlechte Idee, reine Abzocke, ich fahre gern alte Autos und will dafür nicht bestraft werden.
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EU-Kommission plant TÜV im Jahresrythmus - Eure Meinung?
#1
Es gibt hier im Forum einige Besitzer klassischer Fahrzeuge und ebenso gibt es inzwischen viele junge Mitglieder, die ein Auto fahren, das älter als 7 Jahre ist. Auch mich würde das ab 2013 treffen, denn auch dann wäre mein Auto 7 Jahre alt.
Es geht um eine Überlegung der EU-Kommission, die Abstände in denen ein Auto zum TÜV muss (aktuell 2-jährliche Hauptuntersuchung [HU]). Geplant ist eine jährliche Untersuchungspflicht für alle Fahrzeuge mit einem Alter von 7 oder mehr Jahren. Das schreibt der ADAC in seiner neuesten Ausgabe der ADAC Motorwelt (01/2012, Seite 14).

Aus meiner Sicht, die damit einheitlich mit der des ADAC geht, reine Abzocke. Das beste, oder eher haarsträubendste dabei ist, dass die Argumente, weswegen eine jährliche Hauptuntersuchung vorgenommen werden soll, einfach lächerlich und vollkommen unbegründet sind. Angeblich würden ältere Autos vermehrt zu Unfällen führen, doch laut aktueller Statistik sind lediglich 0,42 Prozent aller 350.000 Verkehrsunfälle auf technische Mängel zurückzuführen und dabei ist noch nicht einmal erhoben, ob es sich dabei um ältere oder neuere Fahrzeuge handelt.

Mit solchen Maßnahmen soll meiner Meinung nach nur der Absatz neuer Automobile angekurbelt werden. Das jedoch würde im Gegenzug wieder einen enormen Ressourcenaufwand bedeuten. Die Herstellung eines Autos ist unglaublich Ressourcenintensiv und steht in keiner Relation zur Haltung auf viele Jahre. Selbst hoher Spritverbrauch und regelmäßig investierte Ausgaben in Reparaturen und Durchsichten sind vergleichsweise gering zu den aufzuwendenden Ressourcen für die Herstellung eines neuen Autos. Wird auch sehr schön im Impressum der aktuellen Motor-Klassik (noch nicht im Handel, bislang nur an Abonnenten ausgeliefert) angesprochen. Lieber ein Auto länger fahren und den Hype um neue Techniken ignorieren, denn so unsicher, wie es vielerorts suggeriert wird, sind "ältere" Autos nicht.

Wie steht ihr zu der Überlegung der EU-Kommission?


Bis denne, Han Solo
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#2
Eine Hauptuntersuchung geht ins Geld. Und das dann jährlich zu machen ist für viele zu teuer. Denn die Leute, die nicht so viel Geld verdiehnen und ein älteres Auto fahren, weil sie sich nichts anderes leisten können, werden dann noch mehr bezahlen müssen.
Unser Auto ist noch recht neu, Baujahr 2009 und etwa 2.5 Jahre alt, und wird sicher auch noch die nächsten 4 oder 5 Jahre gefahren. Insofern er so lange hält, wie die anderen.
Der Stress dann jedes Jahr zur HU, jedes Jahr hoffen, dass keine Mängel zu finden sind und vorher noch was investieren, falls wirklich etwas gravierendes kaputt ist.
Ich finde also, dass es eine schlechte Idee ist. Die Sicherheit wird nicht durch das Alter bestimmt, sondern durch den Zustand.
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#3
Landmaschinen müssen, wenn ich mich recht entsinne, nach dem Kauf erst 5 Jahre danach zum TüV, das geht so bis zu einem alter von 15 Jahren, dann alle 2 Jahre. Finde ich recht großzügig.

Es wäre eine gute Idee, wenn die Gebühren eine HU dann um die Hälfte sinken würden, sodass wir nicht mehr blechen würden. Dann wären die Deutschen Autos wohl der Weltstandard was den Zustand betrifft Tea. Alles andere ist reine Abzocke. Der Sprit wird eh schon massiv in den Kosten steigen, dann kommen noch Steuern, immer teurer werdende Versicherungen, dies und das, teure Werkstätten, jetzt noch der TüV..Das Auto wird so allmählich zum teuren Luxus und nicht, wie zu Zeiten seine Erfindung gedacht, ein günstiges und Schnelles Fortbewegungsmittel.

Es ist wieder einmal traurig, wie schon zur Einführung von E10, was uns letztendlich eine Spritpreiserhöhung gebracht hat, zuzusehen, wie Deutschland nach und nach zum Horror für die untere und bald schon auch für die mittlere Gesellschaftsschicht verkommt. Die politische Situation ist sowieso angespannt, und unter dem Volk herrscht generelle Wut. Würde mich ja nicht wundern, wenn dieses Thema, sobald es Präsenz in den Medien hat, den Topf zum Überkochen bringt.

MfG
Besier
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#4
Alte Autos jedes Jahr zur HU, Fahranfänger steigen bei 200+ % bei der Versicherung ein, das Alter eines Reifens ist von nun an auch entscheident, Fahrer mit einem Alter von 50 oder mehr Jahren müssen regelmäßig Seh- und Hörtests machen lassen, wie in Spanien werden 2 Warndreiecke(für vorne und hinten) benötigt, Vignette wie bei den Alpenbewohnern wird Pflicht, 0.0 Promille-Grenze für Fahrer, Überholen von Autos nur noch mit 1.5 Meter Sicherheitsabstand wie bei den Fahrradfahrern, und und und..
Wenn ich Verkehrsminister werde, dann ändert sich aber einiges! Für mehr Sicherheit! Tea
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#5
Ich würde es im Prinzip so lassen (erster TÜV nach drei Jahren, danach immer zwei [Bei Neuwagen]).
Ich finde es besser, weil die Kosten dramatisch in die Höhe gehen würden und man teils oft zum TÜV fährt ohne jegliche Mängel. Wer sein Auto pflegt, immer Mängel gleich behebt und es lange fährt wird dann vlt. über einen Kauf eines neuen Autos nachdenken. Das würde jedoch wiederum die Wirtschaft ankurbeln, die Hersteller bekommen die Knete. Eine HU ohne AU kostet im Durchschnitt etwas über 50 €.
Wenn man jetzt jedes Jahr zur HU müsste, wären dann das bei einer Fahrzeit von 17 Jahren(von Neuwagen aus gesehen) müsste man 700€ für die HU zahlen(ohne AU, ausgegangen im Preis von 50€).
Ohne diese neue "Idee" hätten wir Kosten von 300€ weniger zu Bezahlen. Das mag jetzt zwar nicht allzu viel klingen, doch für wenigerverdienende Familien, mit mehreren Kinder, die ein altes großes Auto fahren müssen, da sie kein Geld für ein neues haben, werden dann sich gar kein Auto mehr leisten können. Dann werden sie vlt. Bahn fahren (die wird ja auch immer teurer) oder machen bei Carsharing mit.

Ich finde diese Idee Blödsinn, weil die Deutschen nicht die größten Schlumpis bei Autopflege, man mag ja nur mal nach Süd- und/oder Osteuropa schauen, bei denen wäre so eine Regelung viel besser, aber wir in Deutschland stecken nicht in so einer ernsten Situation mit den Auto.
Unter Strich: Ich bin dagegen.

PS: ich habe bei der Umfrage das falsche gewählt, weil ich mal zu schnell war, wie geht das rückgängig zu machen? Ich bin für das Vierte

MfG NfS-Gamer
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Von der Nordsee bis zur Neisse liest man jeden Tag nur...Schönes

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#6
(08.01.2012, 14:19)wr2champ schrieb: Alte Autos jedes Jahr zur HU, Fahranfänger steigen bei 200+ % bei der Versicherung ein, das Alter eines Reifens ist von nun an auch entscheident, Fahrer mit einem Alter von 50 oder mehr Jahren müssen regelmäßig Seh- und Hörtests machen lassen, wie in Spanien werden 2 Warndreiecke(für vorne und hinten) benötigt, Vignette wie bei den Alpenbewohnern wird Pflicht, 0.0 Promille-Grenze für Fahrer, Überholen von Autos nur noch mit 1.5 Meter Sicherheitsabstand wie bei den Fahrradfahrern, und und und..
Wenn ich Verkehrsminister werde, dann ändert sich aber einiges! Für mehr Sicherheit! Tea

Denk noch an die Winterreifenpflicht für 2Rad Fahrer ROFLMAO

Aber wie soll das denn gehen ? Überholen nur mit 1,5 m Abstand, so breit ist doch keine Straße, dass ist doch gefährlich Rolleyes

MfG
Besier
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#7
Danke Tamino, du sprichst mir mit deinem ersten Post aus der Seele!

Mein Corsa ist ja auch BJ. 98, somit würde es auch mich treffen.
Ich bin der Meinung, das dies nur wieder Abzocke wäre, wenn die Gebühren gleich bleiben würden. Reicht ja schon das man für E5 stellenweise 1.59 berappen muss, da brauch ich nicht noch jährlichen Tüv der mir das letzte Geld aus der Tasche zieht!
Auch was wr2champ angesprochen hat trifft meiner Meinung nach vollkommen zu.
Manche Oldtimer/Youngtimer sind heute sicherer als 5-Jahre alte Autos die nicht ordentlich gewartet werden (verschlissene Bremsen, abgefahrene Reifen, etc.)

Besier schrieb:Aber wie soll das denn gehen ? Überholen nur mit 1,5 m Abstand, so breit ist doch keine Straße, dass ist doch gefährlich Rolleyes

Dito! Big Grin
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#8
@Need for Speed Gamer: Mit Au kostet das alles drum und dran, je nachdem ob Diesel oder Benziner, zwischen 70 und 80 €. Bei Oldtimer spart man sich (zum Glück!) die AU. Sollt dieser Vorschlag durchgesetzt werden, steht für mich schon fest, dass ich auch als Erstwagen ein Auto von mindestens 30 Jahren Alter fahren werde. Immerhin spart man sich dank H - Kennzeichen einiges an Steuern, Oldtimerversicherungen sind i.d.R. auch günstiger, da die Fahrzeuge meist nur bei schönem Wetter bewegt werden, also recht selten.

Ein Positiver Effekt wird jedoch die Neuschaffung von Arbeitsplätzen sein, da der TüV nun immerhin mindestens doppelt so viel zutun hat. Will ich doch hoffen, denn ebensogut könnte TüVler jetzt ein sehr Stressiger Job werden.

MfG
Besier
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#9
Auch wenn ich mir jetzt hier mit meiner Meinung wahrscheinlich Feinde mache, finde ich diese Idee generell nicht mal so verkehrt. Nur sollte die zusätzliche finanzielle Belastung der Autofahrer dann auch irgendwie (fragt mich nicht wie - bin ja kein Politiker ROFLMAO ) ausgeglichen werden.

Wie schnell ein Auto zu einer Verkehrsgefährdung werden kann, konnte man bei unserm alten Omega erkennen. Innerhalb von einem Jahr, wurden die Rostprobleme so extrem, dass einfach mal Teile wegfliegen können. TÜV hatter gehabt ROFL

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#10
Wie bereits eingangs geschrieben, sind technische Mängel nur zu 0,42% die Ursache für Unfälle. Also kann Dein Argument, henri, nur sehr begrenzt zutreffen.
Der TÜV entscheidet jedoch auch sehr unterschiedlich, denn es ist immer der Prüfer, der sein OK gibt, oder eben nicht.
Denke ich an meine Polo, so sollte der bei einem Prüfer keinen TÜV mehr erhalten (war zu dem Zeitpunkt 11 Jahre alt). Grund waren angeblich zu rostige Radkästen, das würde eine Gefahr für den Fußgänger darstellen. Also mal ganz ehrlich, wenn jemand so nah an meinem Auto vorbeiläuft, dass er sich an den eventuell rostigen Radkästen eine Verletzung zuziehen kann, dann hat er entweder was unrechtes im Sinn gehabt oder ich habe ihn zu dicht passiert und er wäre sowieso unter die Räder gekommen. Ein rostiger Radkasten verursacht jedoch keinen Unfall und dennoch wäre der Wagen bei dem Prüfer nicht durch den TÜV gekommen.
Wo ist also hier noch das Verhältnis gegeben, dass der TÜV für die Verkehrssicherheit dienlich ist und nicht nur für das Portemonnaie des Prüfers?

Aus dem Grund bin ich strikt gegen eine jährliche Prüfung, weil sie stets subjektiv entschieden wird und keine realistische Beurteilung, wie gefährlich ein Fahrzeug wirklich ist, wie sehr es zu Unfällen führen könnte, gefällt wird.
Der Kostenfaktor kommt noch dazu, auch wenn der eher gering ausfällt.


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