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Hardware im Test: Hauppauge! HD PVR - Schnell und einfach Videos aufzeichnen


Alexander Weißgerber, 21.08.2011
Hauppauge! HD PVR Verpackung Wer von Spielen auf seiner Konsole, egal ob Xbox 360 oder Playstation 3, Videoaufnahmen in HD Qualität selber machen möchte, kann dabei nicht so einfach wie beim PC auf Software zurückgreifen, mit der direkt auf Festplatte gespeichert wird und anschließend nur noch eine Bearbeitung anfällt. Es ist entweder sehr teure Profi-Hardware notwendig, oder man greift zum Hauppauge! HD PVR. Letztgenanntes soll hier vorgestellt werden und wurde dementsprechend eines intensiven Tests unterzogen. Die Erfahrungen und das Ergebnis könnt ihr den folgenden Zeilen entnehmen.

Unsere Testumgebung

Die Hardwareanforderungen für die Aufzeichnung von Videos mit dem Hauppauge! HD PVR sind nicht ganz ohne, zumindest wenn man die Angaben auf der Verpackung betrachtet. Dort ist die Rede von einem PC mit mindestens 3 GHz bei Single-Core CPUs oder 2 GHz bei Dual-Core Prozessoren und einer Grafikkarte mit wenigstens 256MB Grafikspeicher.

Um zu prüfen, wie die Aufnahmen mit verschiedenen Betriebssystemen und Hardwarekonstellationen ablaufen, haben wir zwei unterschiedliche Rechner genutzt. Im Folgenden seht ihr eine Übersicht der von uns verwendeten Hardware.

Videoübertragung
Hauppauge! HD PVR
Software Version 2.6H

Konsole
Microsoft Xbox 360 Elite 120GB HDD

Notebook
Dell Inspiron 630M Pentium M Processor 740 (1.73 GHz, 2MB L2 Cache, 533MHz FSB)
1 GB Arbeitsspeicher
Intel 915GM Chipsatz mit bis zu 128 MB Videospeicher
Windows XP 32 Bit

Desktop PC
AMD Phenom II X4 955 3.20 GHz
4 GB Arbeitsspeicher
ATI Radeon 4890 1GB
Windows 7 Home Premium 64 Bit

Fernsehgerät
Samsung LE-37A656A1F 37" LCD (37 Zoll Full HD LCD TV)

Das bietet die Verpackung

Hauppauge! HD PVR Lieferumfang Schauen wir zuerst einmal in die Verpackung. Grundsätzlich ist alles dabei, was man erwartet. Es sind das Anschlusskabel für die Übertragung und Speicherung der Videos auf dem PC (mittels beigelegtem USB Kabel), eine Stromversorgung mit einem angenehm kleinen Netzteil, ein Komponentenkabel (RGB/LR) für den Anschluss an den Fernseher und ein Infrarot-Empfänger im Lieferumfang enthalten.

Dazu gibt es noch eine CD, die alle benötigten Treiber für die Hauppauge! HD PVR beinhaltet und zudem auch die Software mitliefert, die zum Aufzeichnen der Videos am PC notwendig ist.

Hier rein, da raus

Hauppauge! HD PVR Front Als nächstes werfen wir einen Blick auf das Gerät, die Schaltzentrale für alle Funktionen. Viel drin ist nicht, denn bei dem Gewicht könnte man meinen, da wurde was vergessen und so kann sicher kein ordentliches Video aufgezeichnet werden. Doch halt, hier darf keineswegs vorschnell geurteilt werden. Warum? Dazu später mehr.

Anschlussmöglichkeiten sind zahlreich vorhanden. Schaut man sich diese jedoch im Detail an, wird dem geschulten Auge sofort auffallen, dass für die Aufnahme von HD Videos nicht sonderlich viele Anschlüsse übrig bleiben. Zwar gibt es an der Front einen S-Video Eingang, ebenso wie ein Composite-Video- und Audioeingang, doch damit lassen sich keine HD Bilddaten übertragen.

Hauppauge! HD PVR Rear Um in HD, also mindestens 720p oder gar 1080i aufnehmen zu können, muss man also die Eingänge auf der Rückseite des Hauppauge! HD PVR verwenden. Dabei handelt es sich um einen Cinch Anschluss für den rechten und linken Audio-Kanal sowie ein Komponenteneingang - ebenfalls mit Cinch Anschlüssen - für das Videosignal in der Form YPbPr. Das heißt Y für die Helligkeit, Pb für die Farbabweichung auf der Blau/Gelb Skala und Pr für die Farbabweichung auf der Rot/Türkis Skala.

Um ein Signal ausgeben zu können bietet die Schaltzentrale des Hauppauge! HD PVR auf der Rückseite einen Ausgang in Form einer USB Buchse und, über den zuvor angesprochenen Komponenteneingängen angeordnet, die passenden Komponentenausgänge. Zusätzlich gibt es für den Sound einen optischen Ein- und Ausgang. Das ist alles, mehr findet man nicht.

Hauppauge! HD PVR Anschlüsse Nach einem HDMI Anschluss sucht man vergeblich. Das dürfte in diesem Preissegment jedoch niemanden verwundern. Zwar ist es schade, denn einen LCD TV mittels HDMI Anschluss direkt verbinden zu können wäre die vermutlich eleganteste Lösung, aber es darf auch nicht zuviel erwartet werden.

Dass die Ausgabe auf dem TV jedoch zwingend notwendig ist um vernünftig Videos einer Spiel-Session mit einer Xbox 360 oder Playstation 3 aufnehmen zu können, wird gleich noch genauer erläutert.

Spielend einfach anschließen

Bevor wir uns der eigentlichen Videoaufnahme widmen, müssen wir die Hauppauge! HD PVR an den PC und die Konsole anschließen. Alle notwendigen Kabel sind, wie bereits zu Beginn erwähnt, im Lieferumfang enthalten, also fällt die Verbindung mit den Geräten nicht schwer. Wer dennoch nicht sofort weiß, was wo hingehört, wirft einen Blick auf die Kurzanleitung. Diese ist, wie der Name bereits sagt, kurz und knapp, wenn auch ausreichend, um auch für einen unerfahrenen Benutzer alles Wichtige zu erwähnen.

Ist erst einmal alles angeschlossen, also Hauppauge! HD PVR mit PC und TV verbunden, wird anschließend mittels Treiber-CD das Gerät auf dem PC installiert. Wie auch das Anschließen der Hardware verläuft die Softwareinstallation ohne Probleme und wirft im Normalfall keine Fragen auf.

Während der Treiberinstallation werden auch die benötigten Programme installiert, mit denen im Anschluss die Videoaufnahmen durchgeführt werden und mit denen auf Wunsch die aufgezeichneten Filme nachbearbeiten oder auch DVD oder Blu-Ray Medien erstellt werden können.

Film ab!

Nachdem wir die Hardware angeschlossen und die Software installiert haben, geht es los. Wir starten Forza Motorsport 3 um damit unsere Tests durchzuführen.

Im vorangehenden Text erwähnten wir bereits, dass es zwingend notwendig ist, über einen TV das Spielgeschehen zu verfolgen. Der Grund dafür in ein starkes Input-Lag, also eine deutlich verzögerte Reaktion der Eingabe des Game-Controllers und der Anzeige auf dem PC, bei der Übertragung mittels USB Kabel und Darstellung im ArcSoft Capture Module der Total Media Extreme Software.

Anmerkung

Ihr benötigt einen LCD TV, der mindestens 720p darstellen kann und den bereits erwähnten Komponenten-Eingang besitzt. Ein Röhren-TV ist nicht in der Lage, das Ausgangsignal des Hauppauge! HD PVR darzustellen, es sei denn, ihr investiert in ein weiteres Gerät, dass die Daten konvertiert. Dieser Schritt ist jedoch mit zusätzlichen, nicht unerheblichen Ausgaben verbunden und bewirkt zudem eine deutlich schlechtere Darstellung des Konsolen-Bildes als es ein LCD TV vermag.

Mit dem ArcSoft Capture Module sieht man also das Bild der Konsole und hat unterhalb der Anzeige einen Aufnahmeknopf mit dem, entweder mittels vordefinierter Länge oder unendlich lange das Geschehen der angeschlossenen Konsole aufgezeichnet wird.

Das ist eigentlich auch schon alles, was man braucht und tun muss, um Videos von Konsolenspielen machen zu können.

Bildqualität und Auflösung vs. Speicherbedarf

Die gewünschte Auflösung der Aufnahme wird letztlich mittels Einstellung an der Konsole durchgeführt (720p oder 1080i, 1080p werden nicht vom Hauppauge! HD PVR unterstützt). Für eine ansprechende Videoqualität kann bei den Einstellungen der ArcSoft Capture Module unter anderem eine entsprechend hohe Bitrate verwendet werden, wodurch die Bildung von Artefakten verhindert wird.

Einen Unterschied bei der Qualität zwischen 720p und 1080i ist nicht festzustellen, einzig die Bildwiederholrate ändert sich und selbstverständlich ist die Auflösung anders. Der notwendige Speicherbedarf steigt auch, doch dieser wird ebenfalls deutlich durch die Wahl der Bitrate bestimmt. Hier kommt außerdem die Möglichkeit zur Wahl einer variablen Bitrate dem Speicherbedarf und der Bildqualität zu gute.

Das Beispielvideo, welches ein Rennen in Forza Motorsport 3 auf der Xbox 360 zeigt, hatte nach der Aufzeichnung mit der Hauppauge! HD PVR eine Größe von 338 Megabyte. Die verwendete Auflösung betrug 720p und die eingestellte Bitrate konstante 5Mbps. Gespeichert wurde im Format .mp4 (es kann auch im Format TS und M2TS aufgenommen werden). Bei einer Gesamtlänge von ursprünglich 9 Minuten und 6 Sekunden ist der benötigte Speicherplatz erfreulich gering.

Begründen lässt sich das einfach damit, dass direkt in MP4 kodiert wurde. Wer das Video nicht nachbearbeiten möchte sondern gleich beispielsweise auf YouTube hochladen will, der braucht also keine weiteren Arbeitsschritte durchführen

Hardware - Hauppauge! HD PVR Testvideo (Forza Motorsport 3)

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Auch schwache Computer sind geeignet

Wie zu Beginn erwähnt, haben wir zwei unterschiedliche PCs genutzt um die Videos aufzunehmen. Der Grund war, herauszufinden, ob ein schwacher Rechner automatisch zu schlechteren Aufnahmen, beispielsweise durch geringere Bildrate und damit verbundenes Ruckeln führt.

Entgegen der Vermutung, dass die Qualität sinkt, gibt es keinerlei Unterschiede zwischen den Aufnahmen. Sowohl mit 720p als auch mit 1080i aufgezeichnete Filme haben die gleiche Qualität, laufen absolut flüssig und haben, je nach ausgewählter Bitrate, eine gute bis sehr gute Bildqualität.
 

Kommentare

 
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Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Danke dafür! Smile
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Kann man auch die PSP daran anschließen und Videos aufnehmen?
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kostet ja nur rund 200 € Twinkle
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Quote: jan
Kann man auch die PSP daran anschließen und Videos aufnehmen?
Ja, kann man. Du benötigst nur ein Component Kabel für Deine PSP, welches ans Hauppauge! HD PVR angeschlossen wird. Einziger Nachteil an der Sache ist, dass die PSP eine sehr geringe Auflösung hat, weswegen die Videos natürlich eine deutlich mindere Qualität haben als Aufzeichnungen der NextGen Konsolen oder von anderen HD fähigen Geräten.
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Ein interessanter Bericht. Auch das Video kann sich sehen lassen ! Jedoch wären mir 200 € zuviel, da kann man sinnvolleres kaufen Smile MfG Besier
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Besier du sprichst mir von der seele Cheeky wenns billiger wird ist das ein interesanter artikel aber so 200 Euro sind einfach zu viel...
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Kann man mit dem Teil auch einfache Screenshots machen oder müsste ich dann einfach vom laufenden Video einen Screenshot am PC machen?
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Eine direkte Screenshotfunktion habe ich nicht gefunden aber wie Du selber sagst, das aufgenommene Video bietet die beispielsweise mit dem VLC Player die Möglichkeit, an jeder beliebigen Stelle ein Bild zu machen.
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