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Forza Horizon 5 – Gameplay-Vollkatastrophe in Hochglanz-Optik
#1
Kinder, wie die Zeit vergeht! Unglaubliche sechs Jahre ist es her, dass ich hier zuletzt aktiv war. Aber da man überall nur dieselben unreflektierten Superlative über Forza Horizon 5 liest und mir spontan kein anderes Rennspiele-Forum eingefallen ist, habe ich mein altes Benutzerkonto noch einmal aktiviert.

Denn es ist höchste Zeit, die Wogen der übertriebenen Begeisterung ein wenig zu glätten. Und da Timm Busfahrer von AltF4Games das bisher noch nicht getan hat, sehe ich mich verpflichtet, einmal meine Erfahrungen mit dem "grandiosen Open-World-Meisterwerk" (PC games) zu schildern. Denn das Spiel ist ganz nett – aber sicher nicht das beste Rennspiel, das es jemals gegeben hat. Es ist nicht einmal das beste Forza Horizon.

Die Map

Wie schon zur Genüge festgestellt, ist die Grafik sehr gut und die Welt abwechslungsreich und größtenteils auch ganz hübsch. Allerdings ist die Map viiiiieeeeel zu groß. In Horizon 1 hatte man mit Colorado auch eine abwechslungsreiche Welt, die aber trotzdem eine übersichtliche Größe hatte. Zudem verliert die Map durch ihre Größe arg an Faszination, fängt bisweilen sogar an zu langweilen. In Horizon 1 war wirklich jedes Bild ein Postkartenmotiv. In Horizon 5 fährst du teils ewig lang einfach nur zwischen staubigen Kakteen durch. Aber selbst das kann man fotogen aussehen lassen, wie Red Dead Redemption 1 bewiesen hat. Aufgaben wie "Fahre vom Osten der Map ganz in den Westen, um dort eine Mission anzunehmen, die dich wieder ganz in den Osten schickt" machen das Autofahren selbst mit einem schnellen Auto sogar lästig. Was in einem Rennspiel nicht unbedingt von Vorteil ist.

Die Atmosphäre

Apropos lästig: Wer hat eigentlich die deutsche Sprachausgabe verbrochen? Da Forza Horizon 5 in Mexiko spielt, dürfen die einheimischen nach Ansicht der Entwickler nicht fließend und akzentfrei Deutsch sprechen. Einen sympathischen und sexy spanischen Akzent wie Ricardo Montalbán hat man den Spielfiguren aber auch nicht gegönnt. Stattdessen hat man die schlechtesten Hörspiel-Laien angeheuert, die man finden konnte, die nun völlig willkürlich spanische Wörter mit brutal deutschem Akzent in einen deutschen Satz einbauen. "Ich habe diesen Vocho von meinen Padres geerbt" und "Wir müssen Telemetriedaten für die Universidad aufzeichnen". Laut Playground Games sind Mexikaner also zu blöd, um auch nur einen Satz in einer Fremdsprache zu sagen. Ist es das, was sie groß als "respektvollen Umgang mit der mexikanischen Kultur" angekündigt haben? Einen Radiosender, der nur mexikanische Musik spielt (was der Atmosphäre sicher zuträglicher gewesen wäre als das lächerliche Andale-Andale-Tourette), gibt es übrigens nicht.

Das Laientheater wäre mir noch herzlich egal, wenn man Zwischensequenzen wenigstens überspringen könnte. Kann man aber nicht. Also ist man gezwungen, sich den peinlichen Sprachinzest in voller Länge anzuhören. Und nicht nur das: selbst während der Schaurennen und "Story-Mission" labern dich die Aushilfs-Mexikaner durchgehend mit irgendwelchem Müll zu, selbst wenn man in den Audio-Optionen "Sprache" auf null Prozent stellt. Das hat mich nach einiger Zeit echt loco gemacht. Und sehr, sehr furioso. Peinlich ist auch, wie krampfhaft Playground Games versucht, die Charaktere lustig und locker wirken zu lassen. Erreicht haben sie ziemlich genau das Gegenteil. Ich musste bisher noch nie lachen, weil ein Witz im Spiel wirklich witzig war. Sondern nur, wenn er besonders peinlich und schlecht war.

Der Charakter-Editor

Die Spielfiguren, die man sich für seinen Charakter auswählen kann, sind obendrein die hässlichsten, die mir je untergekommen sind. Und irgendjemand bei Playground Games muss sie bewusst entstellt haben. Besonders deutlich wird das an der Blondine mit den gescheitelten, schulterlangen Haaren. In Teil 3 war sie umwerfend hübsch, in Teil 4 sah sie immer noch sehr gut aus. Nun zieht sie permanent eine Entenschnute, die auch noch viel zu weit nach oben gerutscht ist und ihr ein Kinn wie Michael Schumacher verpasst. Die anderen Avatare sind ebenfalls grausam ungesichtig und unansehnlich und wirken wie das Erstsemesterprojekt eines (durchgefallenen) plastischen Chirurgen, der nur eine vage Ahnung davon hat, wie ein Gesicht ungefähr aussieht. Selbst die Hackfressen aus Skate 3 sahen menschlicher aus. Zum Glück gibt es Integralhelme. Die Auswahl an Kleidung ist deutlich geringer als in Teil 4, Röcke sind allesamt viel zu kurz und weiße Kleidungsstücke sehen so aus, als würde man sie seit drei Monaten ununterbrochen Tragen. Denn so macht man das in Mexiko! Die affigen Siegestänze gibt es übrigens auch noch. Und nun führen sogar die Zweit- und Drittplatzierten nach jedem Rennen ihre dämliche Nummer auf. Weil eine Niederlage ja auch unbedingt gefeiert werden muss. Auf Mädels mit Männerstimme hat die Videospielwelt übrigens auch nicht gewartet.

Die Autos

Aber kommen wir nun einmal zum Wichtigsten bei einem Rennspiel: den Autos und dem Fahren. Und auch hier überzeugt Forza Horizon 5 nicht wirklich. Die Auswahl an Autos ist mit 500 Wagen riesengroß, aber trotzdem nicht wirklich abwechslungsreich. Vielleicht geht es nur mir so, weil ich ältere Autos bevorzuge. Aber ich muss nicht zwischen einem 2019er Porsche 911 GT3 RS, einem 2019er Porsche GT3 RS "Forza Edition", einem 2019er Porsche 911 Carrera S, einem 2018er Porsche 911 GT2 RS, einem 2016er Porsche 911 GT3 RS, einem 2014er Porsche 911 Turbo S und einem 2012er Porsche 911 GT2 RS unterscheiden können. Dafür gibt es nur einen einzigen Opel. Forza Horizon 3 hatte neben dem Manta 400 wenigstens noch GT und Kadett C, Horizon 4 den Kadett A und Forza Motorsport 4 den Speedster. Einen späten "Mexiko-Käfer" gibt es übrigens ebenso wenig wie den mexikanischen Lizenz-Borgward FANASA 230. Wow, Playground Games hat für dieses Rennspiel echt alles aus dem Mexiko-Szenario rausgeholt. Aber Hauptsache, man kann aus 200 verschiedenen Hupen wählen. Prioritäten.

Die Autos sind in vier Kategorien eingeteilt: "gewöhnlich", "selten", "episch" und "legendär". Also sind alle Autos, die man im Autosalon beliebig oft kaufen kann, gewöhnlich; und die Wagen, die man nur über Glücksrad, Wochenherausforderungen oder Scheunenfunde bekommen kann, je nach Seltenheit selten, episch oder legendär? Nö. So logisch denkt man bei Playground Games nicht. So kann man sich zehn Mal den gleichen "epischen" Lamborghini Aventador Superveloce kaufen, aber nur maximal einen "gewöhnlichen" Renault 4L in der Garage haben. Die sinnlose Seltenheits-Einstufung ist nicht nur affig, sondern auch hässlich. Denn weil jede Wertigkeit eine andere Farbe hat, ist die Garage bald so bunt wie ein Lernspiel für Vorschulkinder.

Dass das Motortuning nun auch Einfluss auf den Klang des Autos hat, ist eine der wenigen (längst überfälligen) guten Neuerungen und fügt dem Aufmotzen neben der reinen Leistungssteigerung eine weitere, emotionalere Ebene hinzu. Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß daran, den Sound meines Nissan Skyline GT-R genau nach meinen Vorlieben zu modellieren. Die gesteigerte Zahl vor allem an klassischen Nachrüst-Rädern ist ebenfalls ein Lob wert. Ebenso, dass nun nicht mehr alle Bremssättel rot sind, was vor allem Fahrer von blauen Autos begrüßen dürften.

Das Fahren

Die Autos fahren sich allesamt, wie man es aus den Teilen 2 bis 4 (Horizon 1 war etwas weniger arcadig) kennt. Allerdings gibt es nun neben jeder asphaltierten Straße noch einen "Verzeihungsstreifen" von gut einem Meter Breite, der sich trotz Grass- oder Sand-Optik noch wie Asphalt anfühlt und das Auto nicht instabil werden lässt, sobald man mit einem Rad in den Dreck kommt. Die fahrerische Herausforderung, die dank Rückspulfunktion auch in den Vorgängern ohnehin kaum vorhanden war, sinkt dadurch auf ein Minimum. Komme mit 400 km/h von der Straße ab und fahre weiter, als wäre nichts gewesen! Die wohl dämlichste Idee, die jemand in einem Rennspiel je hatte, waren aber die Leitplanken aus Styropor. Ich möchte das hier einmal klarstellen: Leitplanken, die nicht leiten, kann man auch weglassen! Aber dann kann man belohnungsgeile Kiddies natürlich nicht mehr mit Fähigkeitspunkten zubombardieren, bis sie "Stopp" sagen. Dass man durch vertüddelte Holzzäune durchfahren kann wie durch Papier schön und gut. Aber vernieteter und einbetonierter Stahl sollte schon etwas mehr aushalten. Dass die Fahrbahnbegrenzung bei jeder noch so kleinen Berührung förmlich explodiert, nervt besonders auf Brücken oder Bergstraßen tierisch, weil man sich nicht mehr "anlehnen" kann.

Das ist an sich aber auch egal, da sie Stecken ohnehin nicht sehr anspruchsvoll sind. Es sind zwar mehr als im Vorgänger und die Rundkurse sind nun teils deutlich länger, aber trotzdem erinnern viele von ihnen an Formel-1-Kurse von Hermann Tilke: Vollgasgerade, enge Kurve, nächste Vollgasgerade. Lange Schwünge mit mittlerem Tempo gibt es auf Asphalt so gut wie gar nicht. Das können die Rallye-Pisten deutlich besser und machen dank Sprüngen, schnellen Rechts-Links-Wechseln und Wasserlöchern sogar wirklich Spaß. Trotzdem sieht man der Karte aber an, dass sie am Reißbrett und nicht "natürlich" entstanden ist. Der Welt in Forza Horizon 1 nimmt man viel eher ab, dass die Stassen (wie in echt) in eine existierende Landschaft gebaut wurden – und nicht andersherum.

Die (nicht vorhandene) Progression

Das allergrößte Problem von Horizon 5 ist aber, dass sich absolut nichts in diesem Spiel nach Fortschritt anfühlt. Man erweitert einen Außenposten, fährt das erste der 15 neuen Rennen und hat durch Fähigkeitsketten, Auszeichnungen und EP-Boni für jeden Unfug gleich die nächste Erweiterung freigeschaltet, bevor man auch nur ansatzweise mit der vorherigen fertig ist. Hurra, Herausforderung! Das ist, als würde man in Need for Speed: Underground 2 mit Rachels Nissan vom Flughafen losfahren und nach dem ersten Powerslide die Nachricht bekommen, dass die Straße nach Beacon Hill frei ist. Nach 15 Minuten – noch bevor ich überhaupt ein Rennen gefahren bin – hatte ich in Horizon 5 dank Glücksrad genug Geld für einen Nissan Skyline R34 GT-R und einen Ford Escort RS Cosworth und damit quasi meine (in Horizon 5 möglichen) automobilen Ziele erreicht und nichts mehr zu tun. Danach konnte ich alles stumpf mit denselben zwei Wagen abgrinden ohne auf irgendein Spielziel hinzuarbeiten. Eine Notwendigkeit, meine Autos zu wechseln oder neue zu kaufen, sah ich nie. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit steigendem Spielfortschritt nämlich nicht an. Und auch abseits davon gibt es nichts mehr zu erreichen oder gar freizuschalten. Kennt man das überhaupt noch? Freischalten? Das war früher oft der Anreiz, ein Spiel durchzuspielen. Neben einem guten Gameplay und der steigenden Herausforderung durch immer anspruchsvollere Gegner.

Fortschritt ist aber auch nicht nötig. In Forza Horizon 1 kommt man als unerfahrener Niemand mit einem langsamen Auto zum Festival und arbeitet sich langsam zur Nummer Eins hoch. In Horizon 5 hingegen ist man bereits von Anfang an der Gottkönig der Autorennen und muss absolut niemandem mehr etwas beweisen. Warum dann überhaupt noch Rennen fahren? Könnte ich es mir dann nicht einfach auf meiner kleinen Hazienda bequem machen und das Leben mit Tequila und Tacos genießen, während Speedy Gonzales im Gästehaus wohnt und mir meine Muchachos mit Palmwedeln kühle Luft zufächern? Das Spiel gibt mir überhaupt keinen Grund, es wirklich zu spielen! Egal was man macht, es ist hinterher nicht anders als vorher. Obendrein war mir der Kult um meine (Spiel-)Person die ganze Zeit extrem unangenehm weil völlig übertrieben. Ständig kriechen einem die Nebencharaktere bis zu ihrer Schuhsohle hinten rein und beten einem vor, wie herrlich man doch wieder war, ist und immer sein wird. Will das wirklich jemand hören?

Das (völlig übertriebene) Belohnungssystem

Das Gameplay passt sich dem übrigens einwandfrei an. Es ist ein Witz, wie sehr man mit Belohnungen, Erfolgen und Meilensteinen zugeschüttet wird. Du hast die ersten zehn Grashalme plattgefahren? Hier hast du 250 EP! Du hast einen Gegner ohne Totalschaden überholt? Du bist der Größte! Verlangen die heutigen Videospieler wirklich für jede banale Selbstverständlichkeit ein überschwängliches Lob? Im Werksfahrer-Modus von Need for Speed: Porsche Unleashed wurde ich auch als Kind wie ein Erwachsener behandelt. Und wenn ich versagt habe, wurde mir das auch genau so gesagt. Nun werde ich als Erwachsener von Forza Horizon 5 wie ein (geistig zurückgebliebenes) Kind behandelt, das seinen Eltern die erste Kritzelei mit seinen Wachsmalstiften zeigt. Sogar Unfälle werden mit Fähigkeitspunkten belohnt! In Need for Speed: Underground gab’s dafür noch Abzüge.

Man bekommt sogar Belohnungen für Dinge, die man überhaupt nicht selbst geleistet hat. Ich gewinne einen (absolut grauenhaften) BAC Mono am Glücksrad, der dadurch in meinem Fuhrpark landet. Und da der Mono das einzige Modell dieser Marke ist, bekomme ich prompt einen Erfolg für meine "Markenliebe", da ich ja alle Modelle dieser Marke ach so mühsam zusammengesammelt und jetzt in meiner Garage habe – obwohl ich keines davon haben wollte. Dass das Wort "Liebe" heute für jeden noch so kleinen Ansatz von Zuneigung missbraucht wird, ist wieder ein anderes Thema. Für die Fuhrpark-Verwaltung gibt es übrigens drei verschiedene Menüs, die alle etwas anderes, aber jeweils nicht wirklich viel können. Vermutlich weil ein Menü für alles zu übersichtlich gewesen wäre. Dass man durch Glücksräder, Sonderpreise, Scheunenfunde und Geschenke anderer Spieler mit Autos zugemüllt wird, die man dann nicht einmal alle verkaufen oder auch nur löschen kann, macht das Verwalten des Garageninhalts nicht wirklich angenehmer oder gar spaßiger. Nochmal, liebe Entwickler: wenn das Hantieren mit Autos in einem Spiel, das sich nur um Autos dreht, lästig wird, hat man etwas falsch gemacht.

Fazit

Nach einem Wochenende hatte ich alles gesehen und erlebt, was Horizon 5 zu bieten hat. Und auf vieles davon hätte ich sogar gerne noch verzichtet. Zum Glück habe ich das Spiel für 20 Euro gebraucht von jemandem gekauft, dem es ähnlich ergangen ist. Und auch ihr solltet euch hüten, den Vollpreis zu bezahlen. Playground Games verkauft euch seit 2014 wieder und wieder dasselbe Spiel in anderer Verpackung, fügt nur neue Belanglosigkeiten hinzu anstatt elementare Design-Fehler zu beheben und steuert mit der Horizon-Reihe zielstrebig darauf zu, Call of Duty in der ersten Liga des "Das-ist-immer-dasselbe-nur-in-anderer-Optik"-Spotts abzulösen. So viel Faulheit sollte nicht auch noch belohnt werden. Trotzdem erhält Forza Horizon 5 von der sogenannten Fachpresse kontinuierlich Neuner- und Zehnerwertungen, weil die Map ja ach so hübsch aussieht und man endlich wieder auf der "richtigen" Straßenseite fährt. Und nur deshalb sah ich mich überhaupt genötigt, hier einmal eine Gegendarstellung zu verfassen. Es ist nicht verwunderlich, dass Spiele immer schlechter werden, wenn die Ansprüche an sie tiefer gelegt werden als die Autos.

Wer ein wirklich gutes Open-World-Rennspiel will, sollte sich Forza Horizon 1 kaufen und die Rückspul-Funktion deaktivieren. Dann bekommt man eine tolle Map, weit mehr Festival-Atmosphäre, einen zwar kleineren, aber abwechslungsreicheren Fuhrpark, einen Karrieremodus, der diesen Namen auch verdient; ein realistischeres Fahrverhalten und vor allem ein gutes, forderndes Gameplay.
[Bild: 50sig4482kek.jpg]
Heckflossen, Petticoats und Rock 'n roll.
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#2
Hmm, ich würde bei einer ganzen Reihe deiner Punkte zustimmen.

Die Synchro ist leider auch im englischen im gleichen Schema - jeder zweite Satz hat spanische Wörter inne. Könnte man echt drauf verzichten.

Beim Fuhrpark ist es schon etwas 'nervig', wenn man das so sagen darf, dass ~10 Marken 20+ Modelle haben und viele andere nur 1-2. Eher negativ auffallen tut mir da allerdings das Vorkommen uralter 3D-Modelle aus Xbox360 Zeiten a la Golf 4 R32, der von den Proportionen schlimmer aussieht als der aus WR2 das in 2005 tat, während bessere Modelle aus neueren Titeln ersatzlos gestrichen wurden.

Obendrauf kamen für mich noch die zahlreichen Bugs, die noch immer nicht behoben sind - so startet mein Game auch nach 5 Patches und trotz Deaktivierung jeglicher solcher Features noch jedes Mal mit Text-To-Speech, die mit deutschem Akzent "Press X for Availability" vorliest.

Persönlich macht mir das Spiel aber schon irgendwo Spaß und es gibt (wie in den Vorgängern) schon gewissermaßen den Anreiz, zur Komplettierung zu spielen. (Fahre alle Straßen, sammle alle Autos etc.)
Zugegebenermaßen fühlen sich die weekly Challenges allerdings mittlerweile nach 100h+ mehr nach "man muss ja" an, um irgendwie noch an alle Autos zu kommen und die belanglosen EP-Herausforderungen helfen auch nicht - EP sind schließlich nach Durchspielen der "Story" für nichts mehr zu gebrauchen.

Als jemand der in Horizon 4 gerne mit Freunden Herausforderungen wie Point-2-Point-Rennen (ohne Navigation und Checkpoints) gefahren ist, ist es zudem äußerst enttäuschend, dass dieses Feature schlichtweg gestrichen wurde.


Deine Empfehlung macht durchaus Lust, auch mal die älteren Titel auszuprobieren, was aber nicht so ganz ohne Hürden ist, wenn man noch Konsole+Spiel benötigt (und das auch für den scheinbar mittlerweile verfügbaren X360 Emulator). Smile
[Bild: 946xzwix.jpg]
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