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Jaguar XF-R und XK-R
#1
Die Entwicklung der R-Modelle zwängt die Jaguar-Ingenieure jedes Mal in eine Zwickmühle. Sexy sollen sie sein, jedoch nicht zu aufreizend; relaxt und zugleich aufgedreht; sportiv, wenn gefordert, ansonsten aber bitte schön distinguiert wie ein Butler im Buckingham-Palast. Mit anderen Worten: Die geneigte Kundschaft wünscht Peperoni – mit der cremigen Süße von Honig. Glücklicherweise haben sich bei den neuen Modellspitzen XFR und XKR ein paar Chilischoten mehr ins Rezept gemogelt: sichtbar bereits an der salsaroten Lackglasur mit pointiert, für Jaguar-Verhältnisse jedoch durchaus provokant gesetzten Details. Aber ebenso an der Tatsache, dass man in Zeiten des Verzichts mit bauchiger Kelle aus dem Leistungsbottich schöpft: Schon die leicht bekömmliche Saugmotorauskopplung des vollrenovierten Achttöpfers wuchert mit 385 PS.

Bei der R-Variante rotiert der zentral ins Zylinder-V gepflanzte Eaton-Kompressor nun gar 510 PS herbei. Überaus prickelnd, und anscheinend völlig unbeeindruckt von Understatement-Kultur und Downsizing-Credo. Denn nicht nur dass die Jaguar-Boys den Leistungsregler gegenüber dem Vorgänger-Treibsatz um 94 PS nach oben drehten, auch der Hubraum des neuen massen- wie reibungsreduzierten V8-Aushängeschildes stieg um 0,8 auf deftige fünf Liter. Aus Sicht der politisch Korrekten hilft es da nur bedingt, dass Jaguar die Einführung der Benzin-Direkteinspritzung als eine Art Feigenblatt über – na ja sagen wir mal – antiquierte Trinksitten hält. Solvente, die sich das Zusatz-R günstigstenfalls 89.900 Euro kosten lassen, wird's egal sein, schließlich kursiert man mit dem XFR nun im elitären Reigen der Highend-Limousinen.

Zügig unterwegs: 510 PS machen sogar 1,9 Tonnen XF zum ernsthaften Sportler.Ein 507 PS starker BMW M5 mag zwar knalliger ansprechen, Audis 580-PS-Irrwitz RS6 schneller beschleunigen, doch wenn die effizienzoptimierte Roots-Turbine die maximal 625 Newtonmeter bei 2500/min zur Woge türmt und erst tief in den Fünftausendern wieder verebben lässt, wähnen sich selbst PS-Routiniers im Längsdynamikolymp. 4,9 Sekunden (XKR: 4,8 s) veranschlagt Jaguar für den Sprint auf hundert. Glaubhaft, vorausgesetzt der Asphalt ist trocken wie britischer Humor. Doch auch im Nassen – bislang nicht gerade das Lieblingsterrain der Gaydon-Katzen – muss die üppige Kraftwelle ab sofort nicht mehr zwangsläufig in der Traktionselektronik verkümmern oder als Gischtfontäne an den Heckgummis versprühen. Dabei hilft ein elektronisch gesteuertes, der R-Linie vorbehaltenes Sportdifferenzial. Je nach Gripniveau und anliegender Motorleistung variiert es die Sperrwirkung, und zwar unabhängig vom eingeleiteten Drehmoment oder Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Hinterrädern.

Heißt in der Praxis: Wirkten bisherige Performance-Jags im Grenzbereich indifferent und schlaff, pressen sie ihre Hinterräder dank der aktiven Sperrfunktion nun zigfach effektiver in die Teerporen. Erlebbar wird die neu erlangte Kurvenperformance vor allem bei aktiviertem Dynamikprogramm und im Traktionsmodus der angenehm unaufdringlichen Stabilitätselektronik DSC. Dann hechten die R-Jags trotz leicht frontlastiger Balance willig gen Scheitelpunkt, lassen sich vom gestrafften Aktivfahrwerk über die Ideallinie geleiten, um kurvenausgangs ihren enormen Kompressor-Punch wahlweise als Katapult oder bei abgeschalteten Fahrhilfen als galanten Quertreiber zu verwerten. Grinsen garantiert, wobei das Coupé XKR den Mund der Insassen etwas breiter zu dehnen vermag als der minimal wankigere, aber eben rund 140 Kilo schwerere XFR.
Zwickmühle: Limousine, Coupé oder Cabrio?

Als gewohnt fitter Sportkamerad präsentiert sich zudem die Automatik. Mit im manuellen Sportmodus merklich verknappten Schaltzeiten rupft sie ihre sechs Stufen entweder im Sequenziell-Stil durch oder schält sie im D-Programm ebenso pünktlich wie sanft ins Ritzel. Unter sportiven Gesichtspunkten etwas zu sanft agiert hingegen die Lenkung. Zwar rückte ihr Ansprechbereich deutlich dichter an den Ruhepol, ein bisschen mehr Rückmeldung vertrüge aber sogar ein reinrassiger Gentlemansportler. Letztlich ein kleiner Wermutstropfen, der in einer feurigen Vorstellung fast gänzlich verglüht. Bliebe nur die Frage, welches R-Dress nehmen? Limousine, Coupé oder Cabrio? Womit wir schon bei der nächsten Zwickmühle wären.

Jaguar XK-R:
[Bild: 2009-Jaguar-XKR-S.jpg]
Jaguar XF-R:
[Bild: Jaguar_XFR_2.jpg]


Quelle:Autobild Sporstcars NR.4 (2009)

Also ich persönlich würde mir ja den XK-R kaufen, weil ich Coupés eindeutig lieber mag als Limousinen...Tongue
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#2
Are you going to do it for WR2....
[Bild: d8uvjw2s.png]
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#3
Ermporshe schrieb:Are you going to do it for WR2....

?

Why not using the built-in translation tool, if you don't know what the thread is about? This has nothing to do with WR2, Schmiddie911 just presented us the R-models of Jaguar, and wants to hear our opinion about them.


@Schmiddie911: Der XKR gefällt mir auch sehr gut, ein sehr schönes Coupe, wobei mir der Vorgänger wesentlich besser gefallen hat. Der XF-R wiederrum gefällt mir gar nicht, liegt wohl an der Front, die mir zu globig ist.
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#4
Da stimmt ich LaPimpa zu.
Der XK-R sieht echt cool aus Wink
[Bild: aspb9dfd7fec5d9fjpg.jpg]
Zitat meines Vaters: ''Kevin, kannst du bitte aufhören, dir bei 250 in der Nase zu bohren ?''
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#5
LaPimpa schrieb:
Ermporshe schrieb:Are you going to do it for WR2....

?

Why not using the built-in translation tool, if you don't know what the thread is about? This has nothing to do with WR2, Schmiddie911 just presented us the R-models of Jaguar, and wants to hear our opinion about them.


@Schmiddie911: Der XKR gefällt mir auch sehr gut, ein sehr schönes Coupe, wobei mir der Vorgänger wesentlich besser gefallen hat. Der XF-R wiederrum gefällt mir gar nicht, liegt wohl an der Front, die mir zu globig ist.

Hi,
Danke,LaPimpa,das Ermporshe mal gesagt was KORREKT ist!Wink
Achso, was ich noch sagen wollte: Ich würde mir beide kaufen wenn ich Geld und Führerschein haben würdeBig GrinWink!!!
Der XFR ist nämlich um ca. 5.000€ billiger als der XKR.Rolleyes

@LaPimpa:Was meinst du mit "Der Vorgänger vom XK-R"??? Meinst du den vor dem Facelift oder den 2003 oder von wann auch immer der ist?
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#6
Wirklich hübsche Autos, muss man mal sagen. ICh würde auch den XK-R vorziehen, der hat einfach die klassischere Linie. Aber wenn mir einer den anderen schenken würde, würde ich mich nicht schlagen lassen, so ises ja nun auch wieder nich. In der neuen AutoZeitung ist ein Vergleich gegen den Mercedes CLS 63 AMG drin, und ratet mal, wer gewonnen hat.....falsch, der Jaguar. Jaguar schlägt Mercedes, das heißt, der Wagen muss nahezu perfekt sein, und das ganze auch noch bei einem deutschen Magazin!
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#7
@Schmiddie: Ich meine den hier:

[Bild: 2003-Jaguar-XKR-Coupe-Black-1280x960.jpg]

Und kein Thema, ist ja meine Aufgabe als Moderator, die Leute auf Fehler hinzuweisen. Wink
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#8
Jaguar...eine Marke, bei der es wahnsinnig schöne Autos, aber auch komisch designte gibt.
Beim XK-R würde ich sagen, ein wahnsinnig schönes Auto. Er sieht britisch elegant aus, hat dennoch aber moderne, hart gezeichnete Linien und ist aggressiv/sportlich.
Gerade am Wochenende hatte ich über ca. 200km das Vergnügen, stetig einen Holländer mit diesem Wagen um mich herum zu haben. Egal aus welchem Blickwinkel ich den Jaguar gesehen habe, er sah immer gut aus.
Der Vorgänger ist ebenfalls ein sehr schönes Auto, hat jedoch noch starke Anleihen der Autos und ihres Designs aus den 90ern.

Der XF-R ist für eine Limousine sehr aggressiv gezeichnet, sieht aus, als hätte er eine krause Stirn, wirkt aber gut.
Insgesamt eine wirklich schöne und elegante Limousine. Nicht so sportlich wie das Coupé, was aber verständlich und vollkommen akzeptabel ist.


Bis denne, Han Solo
Driving is life, I live to Drive!
[Bild: hankmoody_signatur.jpg]
Kein Support per PN oder E-Mail! | No support per PM or E-Mail!
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#9
Hi Leute,
Ich finde beide Autos sehr interresant.
Der XK-R ist so oder so ein schönes Auto, ich mochte ihn schon immer. Nur würde ich mir ihn mit manuller Schaltung wünschen. Aber trotzdem finde ich es schon ziemlich heftig, ein Coupé und eine Limousine mit über 500 PS -Sprich im Leistungsbereich eines Porsche 911 GT2 oder Lamborghini Gallardo- auszustatten. Aber das ist nunmal Jaguar: Kräftig, aber elegant.

Der XF-R ist eigentlich auch ein sehr schönes Auto. Abgesehen davon das ich Limousinen nicht ganz so doll mag wie Coupés, ist der XF-R trotzdem ein gelungenes, sportives und komfortables Auto. Wer vorletzte Woche ( Oder vorvorletzte Woche, weiß ich nicht mehr so genau...Tongue) Grip - Das Motormagazin gesehen hat, der hat ja schon gesehen wie der XF-R abgeht.

Grüße

Timtimto
[Bild: Horst55Horst.png]
Bald "Colin McRae: DiRT2" Platin Trophäe! Smile
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