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DiRT Rally Test

DiRT Rally im Test: Rückkehr zu ehrlichem Rally-Rennspiel-Spaß


Alexander Weißgerber, 28.05.2015
Es war, als hätte die Sonne geschienen, obwohl der Himmel komplett wolkenverhangen war. Als Codemasters DiRT Rally über Steam im Early Access Programm veröffentlichte reagierte die Rennspiel-Welt verblüfft und verzückt zugleich. Endlich wieder ein echtes Rally-Spiel ohne Gymkhana Ballast und sinnfreien Drifteinlagen. Doch kann sich DiRT Rally schon jetzt als Early Access Spiel mit Schwergewichten vom Schlage eines Richard Burns Rally oder wenigstens mit den Colin McRae Rally Vorgängern messen?

Nichts für Anfänger

Fange ich einfach mal mit den negativen (?) Punkten an, die DiRT Rally bietet:
  • Abzug von Credits bei Neustart eines Rennens
  • Zeitstrafe bei Rücksetzen auf Strecke
  • keine Rückspulfunktion
  • kein Gymkhana
  • kein toll animiertes 3D Menü

Doch seien wir mal ehrlich, wenn es um die Simulation des Rally-Rennsports geht, dann sollte man das oben genannte eher als positiv einstufen. Oder etwa nicht? Wer jetzt sagt, er bräuchte eine Rückspulfunktion oder will nicht bestraft werden, der sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen und lieber weiter Die Sims spielen oder seine Briefmarkensammlung sortieren.

Pikes Peak Hillclimb DiRT Rally ist genau das, wonach Rally-Enthusiasten seit Jahren rufen. Eine knallharte Herausforderung und kein weichgespültes Casual Mainstream Rennspiel das jeden Fehler verzeiht. Es geht einzig und allein darum, die Rally-Etappen so schnell wie möglich zu absolvieren. Leicht ist das nicht, denn ein Fehler und die Etappenzeit ist hinüber.

Frust und Motivation wechseln sich ab

Dieser Punkt sorgt für ein Dilemma. Zunächst ist es, weil in den letzten Jahren verstärkt auf das Rückspul-Feature gesetzt wurde, ungewohnt, eine Strafe zu kassieren, wenn man von der Strecke abfliegt. Habe ich die Piste nicht zu weit verlassen gibt es wenigstens die Möglichkeit innerhalb einer vorgegebenen Zeit wieder in die Spur zu finden. Schaffe ich das jedoch nicht oder war meine Geschwindigkeit zu hoch und der Flug in die Pampa zu weit, wird man zurückgesetzt, kassiert Strafsekunden und darf weiterfahren.

Wie schon angesprochen, ist die erste Reaktion Frust. Alles unfair! Total dämliches Spiel! Wo ist die nächste Ecke um es wegzuwerfen? Diese Reaktion bleibt indes nur dann auch beim dritten oder vierten Mal bestehen, wenn man keine Lust auf beinharte Rennspiel-Kunst hat. Zählt man hingegen zu den Fans des Genres, die seit Jahren auf ein echtes Rally Rennspiel gewartet haben, schwenkt die Denkweise um zu Motivation.

Ich muss es schaffen! Ich will schneller werden! Der vierte Platz ist doch was für Warmduscher!

Also weiterfahren und wenn nötig die Etappe nochmal neu starten. Die verlorenen Bonus-Credits sind dann zweitrangig. Auch ohne ständig erster zu sein und alles einzusacken, was man bekommen kann, können nach und nach neue Autos gekauft und damit weitere Rally-Events bestritten werden.

Pikes Peak Hillclimb Einzelrennen mit Sofort-Zugriff

Habe ich hingegen keine Lust darauf meine aktuelle Karriere fortzusetzen, gibt es einen Einzelrennen Modus der so toll ist, dass man denkt, Codemasters könnte Gedanken lesen. Alles einstellbar, alles sofort verfügbar, keine Einschränkungen, volle Freiheit. Perfekt!

Genau das fehlt bei so vielen Rennspielen. Zu oft müssen erst unzählige Rennen in der Karriere bestritten werden um nach und nach Strecken und Autos für Einzelrennen freizuschalten. Das nervt und entbehrt jeglicher Logik. Auch an dieser Stelle hat Codemasters alles richtig gemacht und zeigt endlich ein Herz für die Spieler.

Lenkrad bevorzugt

Wie bereits mehrfach angesprochen, ist DiRT Rally eine echte Rally Simulation. Klar, noch mehr Realismus ist sicher im Bereich des möglichen. Doch das, was unter der Haube steckt ist grandios. Kurz bevor DiRT Rally erschien habe ich ein paar Rennen in DiRT 3 absolviert und hatte damit den perfekten Vergleich. Oder besser gesagt, die beiden Spiele sind nicht vergleichbar.

Pikes Peak Hillclimb DiRT Rally macht brutal viel Spaß und das, obwohl es wirklich alles von mir abverlangt. DiRT 3 hingegen will ich nicht mehr starten. Viel zu weichgespült, ein absoluter Arcade Racer im Vergleich zu DiRT Rally. Und endlich keine Gymkhana Events mehr sondern Rally, Rally, Rally.

Dabei wird ein Lenkrad bevorzugt. Die Steuerung mit Gamepad - bei mir das Xbox 360 Pad - funktioniert zwar wunderbar und wirklich sauber. So richtig in Fahrt kommen und gute Etappenzeiten einfahren kann man dennoch nur mit einem Lenkrad. Wer etwas anderes erwartet hat, der sollte einen Bogen um das Spiel machen. Zwar geht auch Tastatursteuerung, doch für eine Simulation ist das mehr als unpassend. Fest steht, mit einem ordentlichen Lenkrad lässt es sich noch deutlich treffsicherer um die Kurven zirkeln und Drifts auf Asphalt und vor allem Schotter können perfektioniert werden.

Klangvolles EGO

n/a Manchmal muss ich mir aber auch einfach mal die Zeit nehmen und nicht wie gestört durch die Wälder in Wales brettern oder den Staub in Griechenland aufwirbeln, dass die Zuschauer reihenweise Atemnot erleiden. Grafisch zeigt Codemasters wieder, dass realistische Grafik wunderschön sein kann.

Bäume, Wiesen, Felsen, Weitsicht. Alles hat einen realistischen Grafikstil. Auch die Farben sind natürlich gehalten und nicht übersättigt. Dazu kommen scharfe Texturen, tolle Wettereffekte, verschiedene Tages- und Nachtzeiten und detaillierte Fahrzeugmodelle. All das kennt man zwar von der EGO Engine, doch Codemasters hat hier sichtbare Fortschritte erzielt. Zwar kann man auch sagen, es ginge noch schöner, doch das gebotene überzeugt mich vollends.

DiRT Rally - Wales - Dyffryn Afon / Ford Escort MkII / Replay

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Das gleiche muss zu den Sounds gesagt werden. Egal ob in der Cockpitperspektive, der Ansicht von Hinten oder bei Nutzung der Motorhaubenkamera, die Motoren klingen toll. Es ist ein echter Genuss aufs Gaspedal zu treten und dem Klang zu lauschen. So muss sich ein Rennspiel anhören - es gibt Konkurrenten die können das auch, aber es gibt auch zu viele Vertreter die beim Sound ordentlich schwächeln.

Neue Inhalte folgen

So richtig kritisieren kann ich nicht. Egal wonach ich suche, eigentlich hat Codemasters bis jetzt alles richtig gemacht. Nun fehlt es nur noch an weiteren Inhalten. Dazu gehören mehr Rally-Pisten und mehr Autos. Sicher gibt es auch noch die eine oder andere Ecke die verbesserungswürdig ist. Doch wenn man sich in England wirklich anschaut, was das Feedback der Spieler ausdrückt, danach entsprechend handelt und Wünsche umsetzt, sollte am Ende ein echter Rally-Knaller dabei rauskommen.

Pikes Peak Hillclimb Noch ist DiRT Rally ein Early Access Spiel. Ein Schritt, der bei einem namhaften Entwickler wie Codemasters zunächst erstaunt. Doch wenn auf das Feedback der Spieler eingegangen wird und die angekündigten Inhalte durchweg im Kaufpreis der Early Access Version enthalten sind, war das der richtige Schritt.




Wertung? Richard Burns Konkurrent? Das Fazit gibt Aufschluss...
 

Kommentare

 
Bewertung: n/a
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Ein großer Lob für den ausfürlichen test der "Early Access Version" Thumbs Up Thumbs Up

Alles sehr super beschrieben und informativ, danke für diese tolle Review, habe mir alles intensiv durchgelesen Thumbs Up

Endlich wieder ein Dirt teil alâ Colin Mcrae, so wie es sein soll, schade, dass ich noch kein Lenkrad habe, momentan zocke ich meine Rennspiele mit meinem Logitech Chillstream.

Ich fand diese Rückspuhlfunktion sowieso nervig und es ist doch ein viel schöneres Gefühl, wenn man eine Etappe auf ein Podiumsplatz ohne dieser Rückspuhlfunktion geschafft hat als wenn man denkt:"Haja, jetzt habe ich es nach 5 mal rückspuhlen geschafft", lieber sich freuen und sagen:"Juhu, ich habe es geschafft, auf zur nächsten rally!" Big Smile Big Smile

Ich hätte da noch eine Frage bzgl. des Schwierigkeitsgrades. Ist der Schwierigkeitsgrad fest eingestellt, also gibt es nur einen oder gibt es da mehrere? Innocent
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Bewertung: n/a
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Danke für Dein Lob!

Um Deine Frage bezüglich des Schwierigkeitsgrades zu beantworten: Bei Einzelrennen gibt es eine Auswahl verschiedener Schwierigkeitsgrade. In der Karriere steigert es sich automatisch, fängt beim leichtesten an und wird mit der Zeit immer schwerer.
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