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Forza Horizon 2 Test

Forza Horizon 2 im Test: Echtes Next-Gen Rennspiel mit nahezu grenzenlosem Spielspaß


Alexander Weißgerber, 05.11.2014
Mit Forza Horizon 2 geht die Forza Motorsport Reihe in die zweite Runde der Open World Ableger und zeigt von Beginn an, wie ein fesselndes und herausforderndes Rennspiel mit frei befahrbarer Spielwelt aussehen muss. Vor allem aber wird auch deutlich, was die Next Generation Konsole Xbox One auf den TV zaubern kann.

Kurzer Rückblick

Vor zwei Jahren gab es zum ersten Mal die Möglichkeit in einem Forza Rennspiel eine offene Spielwelt zu erkunden. Damals ebenfalls neu im Forza Universum waren dynamische Tageszeiten. Und auch wenn Forza Horizon ein tolles Rennspiel war, es konnte seinen Namensfettern, den Forza Motorsport Rennspielen, nicht ganz das Wasser reichen.

Zwei Jahre und eine Konsolengeneration später wird der damals, vom neu gegründeten Studio Playground Games, gelegte Grundstein genutzt und mit Forza Horizon 2 genau das Open World Rennspiel präsentiert, worauf Forza Fans schon lange gewartet haben. Seit Anfang Oktober flimmert nun auf meinem TV-Bildschirm die Xbox One Version von Horizon 2 und kann fast vollständig überzeugen. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte, doch um es gleich vorweg zu sagen: es macht wahnsinnigen Spaß durch das virtuelle Italien und Südfrankreich zu rasen.

Hinweis zur Xbox 360 Version
Forza Horizon 2 gibt es auch für Xbox 360. Diese Version wurde jedoch nicht von Playground Games sondern von Sumo Digital entwickelt und steht der Xbox One Version in vielen Belangen nach. Sie bietet weniger Umfang, die alte Grafikengine, keine Wettereffekte und hat zudem eine kleinere Spielwelt.


Urlaubsgefühle

n/a Seit dem Erscheinen der Next Gen Konsolen fühlen sich PC Spieler immer wieder benachteiligt. Zu geringe Leistung die für abgespeckte Grafik und Limitierung der Bildwiederholraten sorgt. Mag sein, dass viele Spiele unter diesen Problemen leiden und auch Forza Horizon 2 hat eine Begrenzung auf 30 Bilder pro Sekunde, doch diese ewigen Zahlenspiele sind sofort vergessen, wenn man das Rennspiel zum ersten Mal startet.

Verbesserte Kantenglättung, grandiose Weitsicht, detaillierte Fahrzeugmodelle auch bei den passiven Verkehrsteilnehmern, tolle Lichteffekte, scharfe Texturen und eine hervorragende Darstellung von Regen, Sonne, Tag und Nacht. All das bietet Horizon 2 und vermittelt noch dazu das Gefühl, es wären mehr als die immer wieder kritisierten 30 FPS. Zwar fühlt sich die Darstellung in der Außenperspektive etwas träge an, nutzt man indes die Kameraperspektiven Stoßstange, Motorhaube oder Cockpit, flutscht das Renngeschehen und die Landschaft nur so an einem vorbei und es ergibt sich neben der wirklich stimmungsvollen Grafik ein hervorragendes Geschwindigkeitsgefühl.

n/a Für echte Urlaubsgefühle sorgt außerdem die Gestaltung der Spielwelt. Wer schon einmal in Italien war, wird die Landschaft sofort wiedererkennen. Egal ob weite Felder, Weinberge, Obstplantagen, Säulenzypressen oder Häuser aus Naturstein. Das Erscheinungsbild passt.

Ein wenig übertrieben haben es die Entwickler bei den Reflexionen des Innenraums in der Frontscheibe wenn man die Cockpitkamera nutzt. Manchmal geht das so weit, dass man die Straße kaum erkennt. Diese Spielerei lässt sich jedoch verschmerzen, einfach weil der Rest so wunderschön aussieht.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten. Zum Teil sieht man, wie Texturen nachgeladen werden und es gibt sehr seltene Laderuckler. Den Gesamteindruck trüben diese Mängel dennoch nicht und das Argument "Konsolen bremsen die Entwicklung auf PC" wird durch die Präsentation von Forza Horizon 2 schnell entkräftet.

Weniger Party mehr Autoleidenschaft

So positiv, wie ich mit der Grafik begonnen habe, geht es mit dem eigentlichen Spielablauf weiter. Wurde um die Karriere im Vorgänger noch eine komische, eher überflüssige Story gestrickt, dient zwar auch in Forza Horizon 2 ein weiteres Mal das Horizon Festival als Aufhänger. Dennoch steht Autofahren deutlich mehr im Mittelpunkt und der Party-Aspekt rückt in den Hintergrund.

n/a Ein vollkommen neues Spielelement und auch von anderen Rennspielen auf diese Weise noch nicht eingesetzt, ist die sogenannte Autotour. Der Horizon Festival Champion gibt den Zielort vor und alle Teilnehmer fahren mit den verschiedensten Autos dort hin. Dabei sind die Autotouren keine Rennen sondern Überlandfahrten bei denen man die Umgebung erkunden kann und wenn man sich nicht zu viel Zeit lässt auch gleich noch ein paar Erfahrungspunkte sammeln darf.

Am Ziel angekommen gibt es stets vier Rennen in einer neuen Meisterschaft. Diese wurde zuvor bereits ausgesucht und ein passendes Auto gewählt oder gekauft, mit dem man zum Veranstaltungsort gefahren ist. Sind alle vier Rennen abgeschlossen, zieht die Karawane weiter. Es wird also eine neue Meisterschaft ausgesucht und zum nächsten Ort gefahren. Nach Abschluss des ersten Forza Horizon Finales - das ich natürlich als Sieger beendet habe - übernehme ich das Ruder und bestimme ab sofort die Zielorte der Autotour.

n/a Die Karriere wird damit zwar mehr oder weniger gelenkt und dennoch habe ich alle Freiheiten. Und wie man es aus einem echten Open World Rennspiel erwartet, darf zwischendrin stets die Landkarte frei erkundet werden. Vor allem, die Spielwelt kennt jetzt kaum noch Grenzen. Nahezu alles was das Auge sieht kann auch erreicht werden. Nur die Alpen am Horizont bleiben ein unerreichbares Ziel und Amphibienfahrzeuge für eine Überquerung des Mittelmeers bietet der umfangreiche Fuhrpark ebenfalls nicht.

Diese Freiheit wird konsequent genutzt. Rennen finden nicht auf abgesperrten Strecken statt sondern werden auf Asphalt und Schotterpisten ausgetragen. Sie dürfen aber auch mal wortwörtlich querfeldein gehen. Letztgenannte Rennen sind stets eine besondere Herausforderungen. Man sieht weniger, es ist deutlich weniger Bodenhaftung vorhanden und die Gegner fahren grundsätzlich Bleifuß.

Mehr Flexibilität

n/a Aus meiner Sicht eines der tollsten neuen Features ist jedoch die Freiheit, dass Autos nicht zwangsweise getunt werden müssen. Die gegnerischen Fahrzeuge sind stets gleichwertig. Habe ich meinen fahrbaren Untersatz für die nächste Meisterschaft mit Leistungsupgrades verbessert, stehen auch die Kontrahenten mit stärkeren Autos am Start. Fahre ich hingegen in Werksausführung, ist die Konkurrenz ebenfalls gleichwertig.

An dieser Stelle wird deutlich, dass Autoliebhaber gezielt angesprochen werden. Wer auf originale Autos steht, dem werden keine Steine in den Weg gelegt. Tuning-Freunde dürfen sich im Gegenzug genauso ausleben und bekommen die passenden Gegner zur Seite gestellt. Es geht also nicht mehr um Leistungsklassen oder ähnliches, es geht um Autorennen und Fahrspaß sowie die Liebe zum Auto.

Forza Horizon 2 - Retro Hot Hatch Race // Regen // Nacht // Renault 5 Turbo

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Dabei sind die Möglichkeiten zur Individualisierung im Grunde so aufgebaut wie in den anderen Forza Rennspielen auch schon. Felgen, Lackierungen, Aufkleber und ähnliches ermöglichen eine Anpassung des Fahrzeug-Looks an die eigenen Vorlieben. Unter der Haube darf ebenfalls an zahlreichen Schrauben gedreht oder auch mal der komplette Motor gewechselt werden um ein schwachbrüstiges Allerweltsauto in ein echtes Rennpferd zu verwandeln.

Wie bei einem Forza Rennspiel nicht anders zu erwarten, wirken sich die Umbaumaßnahmen spürbar auf das Fahrverhalten aus. Soweit, dass man am Controller genau spürt, was noch verändert werden muss, um höhere Kurvengeschwindigkeiten zu erzielen oder die Beschleunigung zu verbessern.

Fahren wie es sich gehört

n/a Bei aller Optimierung der Fahrzeuge darf natürlich das Fahrgefühl nicht verloren gehen. Das tut es auch nicht. Forza Horizon 2 ist zwar zugänglicher und einfacher im Handling als die Forza Motorsport Spiele, dennoch vermitteln die Autos ein sehr gutes Gefühl dafür, wie weit man gehen kann. Drifts lassen sich wunderbar kontrollieren und auch bei hoher Geschwindigkeit verliert man selten die Kontrolle über das Auto.

Falls es doch mal zu einem Unfall kommt wird die Kaltverformung ordentlich präsentiert. Im Bild rechts habe ich das ganz bewusst mal provoziert - natürlich total absichtlich.

n/a Dadurch macht es wirklich Spaß die Straßen zu erkunden, querfeldein zu fahren und jeden Fleck auf der Karte zu besuchen. Und falls es mal anfängt zu Regnen wirkt sich das Wasser auf der Straße natürlich auch auf das Fahrverhalten aus. Genau so, wie man es sich wünscht.

Ärgerlich, trotz des tollen Fahrgefühls und des damit verbundenen Fahrspaßes, ist jedoch, dass ich mein Auto nur beim Horizon Festival oder anderen Treffpunkten wechseln kann. Somit ist der Fahrzeugwechsel eher lästig als schnell durchgeführt. Eine Auto-Schnellwechsel-Funktion wäre wirklich angebracht. Dennoch, die fehlende Komfort-Funktion birgt auch Vorteile.

Immer was zu tun

Auf der gesamten Karte gibt es nämlich viel zu entdecken und für Entdeckungen und tolle Fahrmanöver gibt es Punkte. Aufgeteilt ist das System in Erfahrungspunkte (EP/XP) und Fähigkeitenpunkte. Erfahrung sammelt man durch Siege und Fähigkeiten werden durch besonders gute Aktionen aufgebaut. Mit gesteigerter Erfahrung steigt auch das Fahrerlevel wohingegen mit Fähigkeitenpunkten insgesamt fünfundzwanzig spezielle Funktionen freigeschaltet werden können.

Dazu gehören beispielsweise dauerhafter Rabatt auf Fahrzeuge, eine Schnellreisefunktion die jedoch zunächst für jede Nutzung bezahlt werden will und viele andere interessante oder auch mal sinnfreie Dinge.

n/a Um die angesprochene Schnellreisefunktion im Preis zu drücken stehen überall auf der Map Schilder versteckt die umgefahren werden müssen. Mit jedem Schild sinken die Kosten für eine Schnellreise. Zudem lassen sich zahlreiche XP-Schilder aufdecken, die das Fahrerlevel pushen. Und mit jedem neuen Fahrerlevel gibt es einen Wheelspin der Credits ausspuckt oder gar ganze Autos als Geschenk bereit hält.

Doch auch an dieser Stelle gibt es einen kleinen Wermutstropfen. Sowohl Rabattschilder als auch XP-Schilder müssen wie die Nadel im Heuhaufen gesucht werden. Zwar tauchen passende Symbole auf der Karte auf wenn man nah genug an einem Schild vorbeigefahren ist. Doch eine Funktion, fehlende Schilder komplett aufzudecken, gibt es nicht. Wenigstens werden bereits umgefahrene Schilder auf der Karte grau markiert.

n/a Wie schon im Vorgänger warten auch in Horizon 2 wieder zehn Scheunenpfunde auf Entdeckung. Netterweise sind das nicht nur irgendwelche höchst exklusiven Klassiker sondern auch halbwegs normale Autos wie ein Ford Capri MK1 oder ein Bulli in passender Flower-Power Lackierung.

Es geht um Fahrspaß

Wie schon im Vorgänger warten quer über die Landkarte verstreute Blitzer darauf, mit absurder Geschwindigkeit passiert zu werden. Nur so lässt sich vor Freunden zeigen, wie schnell man wirklich ist. Der Konkurrenzkampf unter Freunden ist nämlich überall präsent. Seien es die gerade angesprochenen Geschwindigkeitsrekorde oder schnellere Zeiten bei Rennen, was schließlich in Rivalen-Herausforderungen gipfelt.

Abseits dieser bekannten Elemente gibt es sogenannte Fahrspaß Herausforderungen. Hier darf ich mit besonders exklusiven Autos zeigen, wie gut meine Fahrküste wirklich sind. Sei es quer durch den Wald in vorgegebener Zeit von A nach B zu gelangen oder eine bestimmte Anzahl Sprünge zu absolvieren. Die Herausforderungen sind vielfältig.

Noch mehr Abwechslung und wirklich genial in Szene gesetzt, sind besondere Abschlussrennen. Mal wird gegen einen Zug angetreten und ein anderes Mal gegen Heißluftballons um die Wette gefahren. Auch ein dickes Transportflugzeug scheut nicht die Herausforderung, genauso wenig wie Flugzeuge, die eigentlich für Kunstflugeinsätze prädestiniert sind. Leider gibt es viel zu wenige dieser besonderen Herausforderungen.

Forza Horizon 2 - Train in Vain Event // 1968 Lancia Fulvia

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Standardkost im Multiplayer

Neben all den Möglichkeiten im Einzelspielermodus gibt es in Forza Horizon 2 natürlich auch einen Multiplayer über Xbox Live. Auch diesen habe ich mir angesehen, habe zahlreiche Rennen gemeistert, online Autotouren unternommen und bin mit Spielern aus der ganzen Welt gefahren. So richtig beeindrucken konnte der Mehrspielermodus jedoch nicht.

Die zuvor angesprochenen Fahrspaß Events gibt es auch im Mehrspielermodus. Hier kann ich mit einem Freund die Herausforderungen angehen. Interessant dabei ist, Zeitvorgaben werden auf beide Spieler aufgeteilt. Dabei wird zunächst eine höhere Zeitvorgabe als im Einzelspieler angezeigt, die Uhr läuft jedoch doppelt so schnell ab. Das verwirrt und ist wenig innovativ. Auch gibt es keine speziellen Herausforderungen, die nur mit Freunden erledigt werden können.

Die reinen Rennen können aber dennoch Spaß bereiten - vorausgesetzt man ist nicht gerade auf einem Server, der vollgestopft ist mit irgendwelchen Idioten, die nicht anderes im Sinn haben, als die Gegner von der Straße zu drängen. Dann heißt es schnell einen neuen Server suchen und hoffen, auf friedfertigere Teilnehmer zu treffen. Mit denen machen auch online Autotouren umso mehr Spaß.
 

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