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Forza Motorsport 3 Test

Forza Motorsport 3 im Test: Pures Fahrvergnügen edel verpackt


Alexander Weißgerber, 21.05.2010
Bereits 2005 war Forza Motorsport ein Spiel, welches die Simulationsbegeisterten Konsolenspieler überzeugen konnte. Nur zwei Jahre später legte Forza Motorsport 2 die Messlatte für Rennsimulationen auf der Xbox 360 erneut ein Stück höher. Jetzt, weitere zwei Jahre danach, wollen die Redmonder Entwickler von turn 10 beweisen, dass es noch besser geht.
Wir haben mit Forza Motorsport 3 zahlreiche Fahrstunden abgehalten und sagen euch, ob sich der Kauf lohnt, oder ob es nur ein Aufguss des bereits hervorragenden zweiten Teils der Serie ist.

VW Golf 5 GTI Gleich zu Beginn überrascht das neue Menü. Anders als bei Forza Motorsport 2 wird man von viel weiß und einem sehr sauberen Interface begrüßt. Alles ist auf edel getrimmt und wirkt durch den Minimalismus sehr aufgeräumt.
Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, besonders bei einem großen Full-HD TV der ordentlich Kontrast und Leuchtkraft bietet, doch hat man sich an die Veränderung gewöhnt, ist alles schön klar und nichts macht den Eindruck, überladen zu sein.

3 mal Lotus Manchmal muss man überlegen, wie gelangt man ins Upgrade Menü um die Fahrzeuge mit neuen Teilen auszurüsten. Hat man viel Forza 2 gespielt, bedarf es einer gewissen Eingewöhnungszeit um die neue Übersicht zu durchschauen.
Durch den sauberen und klaren Aufbau wird man jedoch nicht von unnötigen Funktionen abgelenkt.

Eine nette Idee ist ein Sprecher, der von Anfang an mit ein paar leicht verständlichen Sätzen immer mal wieder sagt, was Sache ist, was man tun kann und was man erreicht hat. Keine große Sache und dennoch nett. Hat man genug vom Sprecher, schaltet man ihn ab.

Ford Focus RS Kommen wir jetzt zum Spielgefühl, dem eigentlichen Kern von Forza Motorsport 3.
Gleich vorweg kann gesagt werden, wer Forza Motorsport kennt und gefahren ist, wird sich sofort heimisch fühlen. Zu Anfang verwundert es, weswegen das Auto so merkwürdig in Kurven fährt, das jedoch lag an der Standardeinstellung für Automatische Bremse und Stabilitätskontrolle. Erstmal die meisten Fahrhilfen deaktiviert um dem wahren Charakter des Spiels auf den Grund gehen zu können und in den Genuss der Simulation zu kommen. Die Gegnerstärke ist auf mittel gesetzt, was ein angenehmer Schwierigkeitsgrad ist, wenn man Erfahrung mit Rennspielen und vor allem mit Forza Motorsport mitbringt.
Jetzt also wieder raus auf die Strecke, denn wir wollen uns nicht ewig im Menü aufhalten.

Die Autos fahren sich noch direkter als in Forza Motorsport 2 und man merkt einfach, was der fahrbare Untersatz macht.
Datsun 510 So bereitet es zum Beispiel höllische Spaß, mit dem Fiat 500 Abarth, leicht getunt, um die Kurven zu driften. Das Spiel schafft es erneut, genau das zu vermitteln, was man braucht, ein Gefühl, wo ist die Grenze und wo geht noch etwas.
Anders als bei Rennspielen mit einer weniger präzisen Fahrphysik weiß Forza Motorsport 3 genau zu vermitteln, wie weit man gehen kann. Selbst wenn man zu weit gegangen ist, ermöglicht es dem Spieler anhand der präzisen Steuerung noch immer, den Wagen abzufangen.

Ebenfalls gibt es jetzt deutlicher spürbar Unterschiede beim Bremsverhalten der verschiedenen Fahrzeuge. Manche können gut und gern mit einer Vollbremsung vor der Kurve auf die nötige Geschwindigkeit gebracht werden, andere dagegen schießen mit einer glatt über das Ziel hinaus, Untersteuern in Reinkultur. Hier muss bedacht die Bremse getreten (oder auch gedrückt, wenn man mit GamePad fährt) werden.

Wenn nun noch in die Cockpitperspektive geschaltet wird, ein absolutes Novum in Forza Motorsport 3, wird deutlich, wie gut eine Simulation auf Konsolen sein kann und welche Anstrengungen die Konkurrenz in Zukunft überwinden muss, um dem Fahrgefühl von Forza 3 nahe zu kommen.
Die Sicht aus der Innenperspektive lässt sich außerdem mit dem rechten Stick frei bewegen, so dass die detailliert umgesetzten Cockpits auch richtig zur Geltung kommen. Dabei wird auch auf die Darstellung des nachfolgenden Verkehrs sowohl im Innen- auch auch in den Seitenspiegeln Wert gelegt.

Chevrolet Camaro Neu ist auch die Erkennung von Kollisionen. Bei einem Autorennen, besonders im Tourenwagen-Bereich und mit ähnlichen Fahrzeugen. Wurden in Forza 2 noch radikale Strafen verteilt und standen Punktabzüge und versaute Rundenzeiten auf dem Programm, sind jetzt kleine, und damit sind wirklich akzeptable Rempler, erlaubt. So tut es die KI und so kann es auch der Spieler geschickt nutzen, sich zwischen zwei rivalisierenden Kontrahenten hindurch zu drücken.

Das Fahrverhalten, der Schwierigkeitsgrad, das Simulationsverhalten, alles ist hervorragend. Forza Motorsport 3 ist also genau das, was die Fans im Bereich der Simulationsrennspiele erwartet haben. Wettkämpfe auf der Strecke haben selten so viel Spaß bereitet und kamen so realistisch auf dem TV-Bild zum tragen, wie es in Forza 3 gezeigt wird.

Chevrolet Corvette C1 Doch wie sieht es auf der visuellen Seite aus? Im Vorfeld sprach der Entwickler Turn 10 davon, das schönste Rennspiel zu entwickeln zu wollen. So ganz wurde das nicht geschafft, denn mit Dirt 2 gibt es einen Kandidaten, der optisch wohl auch noch eine ganze Weile die Nase vorn haben dürfte.
Von schlechter Grafik kann jedoch absolut nicht die Rede sein.

Besonders schön anzusehen sind die neu modellierten sowie die Fantasiestrecken. Hier hat Turn 10 die Muskeln der Grafikengine spielen lassen. Bei den normalen Rennstrecken ist die Überarbeitung mal mehr und mal weniger intensiv ausgefallen. Viele Strecken sind belebter, also auch mit neuen animierten Objekten am Streckenrand versehen, dennoch wirken sie manchmal recht trist.
Das sind jedoch alles keine schwerwiegenden Kritikpunkte, denn eine Rennstrecke kann nicht den grafischen Effekt erzielen, der mit einer Stadt-Szenerie oder eine Rallystrecke durch wunderschöne Natur möglich wäre.

Rennen Störend hingegen ist das teilweise stark überzogene HDR. Es fällt vorwiegend auf, wenn man in der Cockpitsicht fährt und die Straße bei direkter Sonneneinstrahlung nur noch weiß strahlt. Ebenso gibt es stellenweise merkwürdig intensive Farben, beispielsweise auf der Strecke Maple Valley, die in Forza 2 weniger kontraststark war und dadurch etwas natürlicher wirkte.

Alles in allem ist die Grafik jedoch sehr gut, nicht wegweisend aber schön und besonders auch im Bereich der Fahrzeugmodelle ein echter Hingucker.

Bleiben wir bei den Fahrzeugmodellen, dürfte der eine oder andere Spieler merkwürdige Ungereimtheiten feststellen. Warum beispielsweise sitzt der Pilot eines VW Scirocco auf der "falschen Seite"? Beim Ford Focus RS ist das nachvollziehbar, da dieser Wagen in Großbritannien besonders erfolgreich ist, beim Scirocco dagegen fehlt die Erklärung für die Entscheidung der Entwickler.
Natürlich stellt das kein echtes Problem dar, doch es wird Autoenthusiasten geben, die sich daran womöglich stören.

Doch davon abgesehen ist die Präsentation der Autos sowohl auf der Strecke als auch im Menü mit das schickste, was das Rennspielgenre derzeit zu bieten hat. Im Menü sind die Fahrzeuge dermaßen detailliert und sauber, dass es eine wahre Freude ist, einfach nur der Präsentation zuzusehen.
 

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