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Forza Motorsport 5 Test

Forza Motorsport 5 im Test: Motorsport-Faszination mit zahlreichen, wahrhaft ärgerlichen Abstrichen


Alexander Weißgerber, 09.01.2014
Die Vorzeige-Rennspiel-Reihe für Xbox Konsolen trägt seit vielen Jahren den Namen Forza Motorsport. Auf der Xbox 360 bereits ein Launch Rennspiel gewesen, will auch die neueste Generation der Microsoft Spielekonsolen mit Forza Motorsport 5 Rennspiele-Fans zu einem Kauf der Xbox One animieren. Nach unzähligen Stunden auf virtuellen Rennstrecken mit einigen der tollsten Fahrzeuge der Automobilgeschichte lassen wir das Erlebte Revue passieren. Soviel sei vorab gesagt: Forza Motorsport 5 ist erneut ein großartiges Rennspiel, das jedoch mit zahlreichen, teils wirklich ärgerlichen und zu offensichtlichen Mängeln und Einschränkungen für trübe Gesichter sorgt.

n/a Mit jedem neuen Forza Motorsport Teil legte die Rennspiel-Reihe von Turn 10 in den letzten Jahren kontinuierlich an Umfang, Spielspaß und Langzeitmotivation zu. Eine Ausnahme bildete zwar der Open-World Ableger Forza Horizon, doch für echte Motorsport-Enthusiasten waren es sowieso immer nur die echten "Forza Motorsport" Rennspiele, die wahre Leidenschaft für Autos und Autorennen auf den TV zaubern konnten. Dieser Tatsache ist sich auch der Entwickler Turn 10 bewusst und legte die Messlatte stets ein wenig höher. Auch mit Forza Motorsport 5 sollte das so werden, immerhin stellt der fünfte Teil ein Launch Titel für die Xbox One dar, die am 22. November in 13 Ländern weltweit in den Handel kam.

Weniger ist mehr?

Mit dem Ziel, ein Spiel rechtzeitig zur Veröffentlichung einer neuen Konsolengeneration fertig zu stellen, setzt sich ein Entwickler enorm unter Druck. Dieser Druck zeigte sich bei Forza 5 schon vor dem Release. So wurde beispielsweise bekannt, dass der Fuhrpark nicht mal die Hälfte der Fahrzeuge des Vorgängers Forza Motorsport 4 beinhalten wird. Immerhin sind es noch über 200 Autos. Wesentlich stärker treffen die Abstriche die Zahl der Rennstrecken. Lediglich 14 - in Worten vierzehn - Rennstrecken bietet Forza 5. Wahrlich wenig! Vor allem, wenn man sich die Karriere-Rennen anschaut: viel zu oft fährt man auf den immer gleichen Kursen. Als Begründung hielt immer wieder das Argument des hohen Anspruchs seitens Turn 10 her. Die alten, bislang nicht mittels Laserscanverfahren digitalisierten Strecken würden nicht dem Qualitätsanspruch der Entwickler und dem, was die Fans bei Next Gen Spielen erwarten, genügen.

n/a Mag ja sein, dass Turn 10 sich als der neue, qualitative Maßstäbe setzende Rennspielentwickler sieht. Doch warum sind dann die im Prinzip sauber umgesetzten und detailliert gestalteten Rennstrecken mit Pappaufsteller-Zuschauern versehen? Und warum gibt es jede Menge Texturwände abseits der Strecke auf denen Bäume kleben? Selbst die extra für Vorführungszwecke entwickelte Rennstrecke in der tschechischen Hauptstadt Prag, weist diese Mankos auf. Der rechts eingebundene Screenshot zeigt es deutlich. Next-Generation sollte eigentlich etwas anderes sein, auch wenn solche Details bei schneller Fahrt eher zu vernachlässigen sind. Dennoch, es gibt ältere Rennspiele, die das besser konnten.

Die geliebten Fans und ihr Geldbeutel

Inwieweit die Streckenauswahl im Verlauf der nächsten Monate aufgestockt wird, bleibt auch mehr als einen Monat nach Veröffentlichung von Forza Motorsport 5 ein Geheimnis. Ebenso ist ungeklärt, ob mögliche zusätzliche Strecken kostenlos sein werden oder nur gegen Bares für mehr Abwechslung sorgen werden. Turn 10 schweigt und verweist immer wieder nur auf die tolle Grafik, den größten Umfang, den ein Launch Rennspiel bislang bot und die zahlreichen Verbesserungen im Hintergrund, die für gesteigerten Spielspaß sorgen sollen. Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch, immerhin wurden gleich zum Verkaufsstart kostenpflichtige Fahrzeug-Pakete in Form verschiedener DLCs zum Kauf angeboten.

Gekürzt wurde natürlich nichts. Das wurde alles nur leider zu spät fertig und kostet Geld, weil es so unglaublich toll geworden ist und noch nie zuvor in einem Forza Rennspiel existent war.

Sarkasmus bitte selber finden!

Und es gibt noch etwas, das alles andere als Kundenfreundlich ist. An jeder Ecke wird man im Spiel darauf hingewiesen, anhand von Gutscheinen - die natürlich mittels echtem Geld erworben werden müssen - den Spielverlauf zu beschleunigen indem die Einnahmen höher ausfallen und das Fahrerlevel schneller steigt wird. Ebenfalls ein Schlag ins Gesicht ist die Tatsache, dass KI Gegner Rennen mit DLC Autos bestreiten können, die man als Spieler und Besitzer von Forza 5 noch gar nicht gekauft hat und die somit eigentlich nicht vorhanden sein dürften. Durch solche Aktionen wird noch mehr das Gefühl vermittelt, man habe ein unvollständiges Rennspiel zum Vollpreis erworben, und die Lust auf den Kauf von DLCs weiter gemindert.

n/a Fahrspaß weiterhin herausragend

Doch es gibt auch gute Seiten an Forza Motorsport 5. Hat man sich mit den offensichtlichen Mängeln, Abstrichen und Ärgernissen einigermaßen arrangiert wird deutlich, dass Forza 5 im Kern auch weiterhin ein faszinierendes Rennspiel ist. Für Umsteiger, die zuvor intensiv Forza 4 gespielt haben, wird es zwar eine spürbare Eingewöhnungsphase geben, für alle die Motorsport lieben, ist diese jedoch eher positiv zu werten. Die Autos fahren noch realistischer, die Eingaben am Controller sind noch präziser und die Berechnung und Simulation des Reifenverschleißes sowie der Temperatur der Pneus sind nochmals ein ganzes Stück besser als im Vorgänger.

Auch die Rückmeldung des Untergrundes wurde verbessert, ebenso wie das generelle Gespür für das jeweils gefahrene Auto. Insbesondere für Spieler die mit Gamepad an den Start gehen erweist sich die Steuerung als top und man hat stets das Gefühl zu wissen, wie sich das Fahrzeug verhält. Eine quasi direkte Verbindung zum Auto wird aufgebaut, die nur ganz wenige andere Rennspiele mittels Gamepad vermitteln können. Die Steuerung mit einem Lenkrad ist natürlich noch präziser, doch nicht jeder hat direkt zum Kauf einer neuen Konsole auch noch Lust oder Geld, sich für mehrere Hundert Euro ein neues Lenkrad zu kaufen.

n/a Anhand der überarbeiteten Physik und der nochmals verbesserten Rückmeldung an den Spieler ist es für diesen auch wesentlich leichter, Fahrfehler zu erkennen und sie in Zukunft leichter zu vermeiden. Dazu beitragen tut auch das neue Gamepad der Xbox One, bei dem die Triggertasten (die Tasten für Gas und Bremse) mit Vibration ausstattet sind.

Für Optimierung der Fahrzeug-Performance sorgt außerdem wieder die Möglichkeit, die Autos anhand von Upgrades leistungsfähiger zu machen oder ihr Handling zu optimieren. Wer sogar noch weiter gehen möchte, der kann im Tuning-Menü umfangreiche Setupeinstellungen vornehmen und damit nochmals für bessere Rundenzeiten und Straßenlage sorgen.

Menschenähnliche Gegner im Einzelspieler

Neu in Forza Motorsport 5 sind auch die sogenannten Drivatare. Das sind KI-Gegner, die einen Teil ihrer künstlichen Intelligenz aus dem Fahrverhalten der anderen Spieler weltweit beziehen. Wird der Schwierigkeitsgrad der Drivatare hoch genug eingestellt, sorgen diese für herausfordernde Rennen und sind ein Garant für Spannung. Dennoch gibt es insbesondere für weniger erfahrene Spieler ein Problem. Wird die Gegnerstärke nicht auf 35 oder gar 50 Prozent erhöht - es geht auch noch mehr, ebenso geht jedoch auch weniger als 0 Prozent, wobei 0 dem Wert "normal" entspricht - kommt es insbesondere in Kurven zu wilden und leider auch unfairen Rempeleien.

Alfa Romeo 8C Competizione Natürlich muss Motorsport keineswegs ohne Berührungen verlaufen. Doch teilweise rammen, drängeln und schubsen die Kontrahenten derart massiv, dass selbst die Rückspulfunktion nicht hilfreich ist - nutzt man diese wird jetzt die Creditausschüttung nach dem Rennen reduziert, dafür hingegen gibt es keine Verdienstabzüge durch Unfälle und Schäden am Fahrzeug. Dennoch heißt es üben, üben und nochmals üben, damit man die KI Stärke erhöhen kann, die Gegner schneller und besser um Kurven zirkeln und damit der Spielspaß und vor allem die Fairness wieder ins Lot gerückt werden.

Von diesen Einschränkungen einmal abgesehen, wirkt das Fahrverhalten der Gegner jedoch sehr real. Es werden Fahrfehler gemacht, regelmäßig attackieren sich die anderen Fahrer gegenseitig und Positionskämpfe stehen auf der Tagesordnung. Auch spektakuläre Ausflüge ins Grün oder den Schotter abseits der asphaltierten Rennstrecke sorgen immer wieder für ein Schmunzeln oder verdrehte Augen. Schön ist außerdem, dass die Fahrzeug-Designs anderer Spieler auch im Einzelspielermodus sichtbar sind. Auch hierzu werden die neuen Drivatare genutzt und sind eine willkommene Erweiterung.

Detailversessen bei jedem Auto

Bereits aus Forza 4 bekannt, ist der damals noch Autovista genannte Fotomodus mit speziellen, hochdetaillierten Fahrzeugmodellen. Bei Forza 5 nennt es sich jetzt Forzavista und steht erstmals bei allen Autos zur Verfügung. Hierbei kann ganz nah an jede Stelle eines Autos herangezoomt werden. Es lassen sich die Türen öffnen und sowohl der Sitz des Beifahrers als auch des Fahrers laden dazu ein, den Innenraum genauer zu inspizieren. Nicht bei jedem Auto, dafür jedoch bei einigen ganz besonderen, kann man zudem Kofferraum und Motorhaube liften um sich das Fahrzeugherz anzusehen. Abgerundet wird die virtuelle Besichtigungstour durch kurze aber stets interessante, gesprochene Erklärungen. Dabei geht es um die Geschichte und die Technik der Fahrzeuge. Also das, was Autofanatiker besonders lieben.

Ford GT40 Ford GT40 Ford GT40

Leider kann man für den Autovista Modus den "Showroom" nicht ändern. Bei Forza 4 wurde das Feature des Homespaces gerade eingeführt, bei Forza Motorsport 5 ist es bereits wieder verschwunden. Sehr schade, denn damit ergäben sich noch mehr Möglichkeiten für die Spieler, ihren Traumwagen in Szene zu setzen um anschließend Bilder im Fotomodus zu schießen. Weil es sich hier jedoch eher um eine Schönheitsfunktion als essentiellen Inhalt handelt, der wie vieles andere weggekürzt wurde, lässt es sich damit besser leben als die zu Beginn angesprochene deutlich schwerwiegendere geringe Rennstreckenauswahl.

Im Prinzip hätte Turn 10 den Forzavista Modus lieber komplett weglassen und statt dessen die wirklich wichtigen Inhalte erweitern sollen.

Auch online auf Diät

Ebenfalls abgespeckt wurde der Multiplayer Modus. Früher boten die Forza Rennspiele beste Möglichkeiten, Ligarennen auszutragen. Jetzt hingegen wurden derart viele Funktionen sang und klanglos entfernt, dass solche Unternehmungen kaum noch realisierbar sind.

Wirklich toll ist damit der Mehrspielerpart von Forza 5 nicht. Doch auch wenn nur ein sehr geringer, dafür aber harter Kern der Käufer online fährt, ist auch das ein großer Kritikpunkt, der unter den Spielern für jede Menge Unmut sorgt.
 

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