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Need for Speed (2015) Vorschau

Need for Speed (2015) Vorschau: Gamescom 2015 - Die n├Ąchste Abkehr vom wahren Need for Speed


Alexander Wei├čgerber, 11.08.2015
Eigentlich soll das neue Need for Speed in die Fu├čstapfen der ├Ąlteren Teile treten. Doch nach der Anspielrunde auf der Gamescom in K├Âln sind die Zweifel noch gr├Â├čer als schon zur Ank├╝ndigung. Trotz massiver Kritik wirkt das gezeigte nicht wie ein Need for Speed fr├╝herer Tage.

Reboot, Reboot, Reboot

Mein Eindruck, den ich zum "Reboot" - ich kann das Wort nicht mehr h├Âren, von Need for Speed hier niederschreibe, ist extrem subjektiv. Und zudem auch nach mehreren Tagen Abstand zur Anspiel-Session wenig positiv. Habe ich doch so sehr auf ein Need for Speed gehofft, das dem Namen der Serie endlich mal wieder gerecht wird. Doch irgendwie scheint man sowohl bei EA als auch bei Ghost Games trotz der vielfachen Kritik an Rivals nicht so recht umzudenken.

gamescom 2015 Zun├Ąchst einmal wurde auf der Messe auch f├╝r die Need for Speed Pr├Ąsentation wieder eine PlayStation 4 genutzt, genauso wie bei zahlreichen anderen Spielen auch. Aus meiner Sicht auch hier ein klarer Nachteil, sowohl f├╝r den Spieler als auch die Pr├Ąsentation. Die Konsolen PS4 als auch Xbox One sind einfach keine Plattformen, die f├╝r ordentlichen Spielspa├č sorgen, wenn keine 60 FPS erreicht werden. Und auch bei Need for Speed war davon nichts zu sp├╝ren.

Grafisch macht es einen ordentlichen Eindruck. Zwar wirkt die Grafik auf Bilden sehr gut, in Bewegung wird jedoch massiv mit Bewegungsunsch├Ąrfe gearbeitet, wodurch unheimlich viele Details verloren gehen. Wenn man Blur deaktivieren kann, ist das ein Pluspunkt, ansonsten sieht es mehr nach Augenwischerei aus.

Gegen die Wand

Weil das jedoch kein richtiger Grund zum ├Ąrgern ist, komme ich jetzt auf das wichtigste Element in einem Rennspiel zu sprechen: das Fahrverhalten. Im neuen Need for Speed jedoch wurde es gegen die Wand gesetzt. Die Autos fahren sich komisch. Es l├Ąsst sich nicht richtig beschreiben, doch Drifts sind Gl├╝ckssache, sauber fahren ebenso. Leistungsunterschiede zwischen verschiedensten Fahrzeugklassen gibt es nicht. Das war zwar fr├╝her auch so, doch heutzutage sollte soetwas auch in einem Arcade Rennspiel nicht mehr vorkommen.

gamescom 2015 Wenn hier also nicht noch gr├╝ndlich optimiert wird, sehe ich schwarz, was das Fahrgef├╝hl angeht. Und ich erwarte beileibe keine Simulation sondern einfach nur richtig geiles Arcade Fahrgef├╝hl. Das konnte sich in der Demo indes nicht einstellen, vielmehr war ich damit besch├Ąftigt zu begreifen, was das Auto f├╝r merkw├╝rdige Reaktionen hinlegt.

Icons zum Abstand halten

Themawechsel: Was sollen diese Icons? Nein, keine kleinen Bildchen sondern f├╝nf verschiedene Personen die einen eigenen Typ pr├Ąsentieren und somit eher Tuner, Racer oder Crew Freunde ansprechen. Doch brauche ich sowas in einem Need for Speed?

Es geht doch eigentlich um Autos, mehr oder weniger illegale Rennen - gern auch sowohl bei Tag als auch Nacht, und seit einiger Zeit auch um intensives und umfangreiches Tuning. Gerade letzteres wurde in den vergangenen Jahren immer mehr vernachl├Ąssigt. Das stie├č bei zahlreichen Fans auf Kritik und schwupps, Tuning ist zur├╝ck. Dazu braucht es jedoch keinen wild umherdriftenden Ken Block oder zotteligen Magnus Walker. Mein Auto gestalte ich so, wie ich das gern m├Âchte und irgendeine sogenannte Ikone muss dabei keine Hilfestellung leisten.

Wozu also diese Icons? In der Gamescom Demo konnte man sowieso nichts von diesen erleben. Doch auch ohne einen genaueren Einblick erhalten zu haben, und obwohl ich sehr ungern etwas kritisieren, was ich nicht selber ausprobiert habe, finde ich die Idee bei einem NfS Reboot fehl am Platz.

Need for Speed (2015) - Icons Trailer

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Viel Zeit zum Tunen

Eine positive Erinnerung habe ich aber doch. Das Tuning scheint ordentlich zu werden. Zwar konnte ich nichts dergleichen finden, was dem aus Need for Speed Carbon bekannten AutoSculpt entspricht, daf├╝r aber l├Ąsst sich an jeder Ecke des Autos etwas ver├Ąndern. Hier kommen Tuner so richtig auf ihre kosten und werden Stunden und Tage in der Werkstatt verbringen.

Neben den optischen Anpassungen kann auch an der Technik geschraubt werden. Ob sich damit sp├╝rbare Unterschiede bei Handling und Leistung zwischen den Autos einstellen, ist noch nicht abzusehen. Auch, wie sich das Handling generell ├Ąndert, kann ich nicht beurteilen. Basierend auf dem grundlegend komischen Fahrverhalten bezweifle ich das jedoch irgendwie.

E3 2015 Ins Netz gegangen

Und dann dieses Always-Online Ding. Klar, Publisher und Entwickler begr├╝nden den Zwang, immer mit den EA-Servern verbunden sein zu m├╝ssen, mit einem gesteigerten Spielerlebnis. Doch wenn ich mich an die fr├╝hen NfS Spiele zur├╝ckerinnere, dann hatte ich da kein Internet, kann die Titel auch heute noch irgendwie zum Start bewegen und hatte damals unheimlich viel Spa├č. Wenn EA keine Lust mehr auf Need for Speed 2015 hat, werden die Server abgeschaltet und als Spieler guckt man wieder in die R├Âhre. Mit etwas Gl├╝ck darf man einen Patch installieren der die Pflichtverbindung zu den Servern entfernt.

Hier aber bel├╝gt sich EA doch selbst. Gibt es keine Online-Anbindung mehr, ist ja eigentlich auch ein laut Publisher ganz essentielles Spielelement beseitigt. Dann brauche ich Need for Speed ja nicht mehr spielen, weil die Online-Anbindung doch so super wichtig und spa├čbringend ist.

Nun, vielleicht verstehe ich Need for Speed auch einfach nicht mehr.
 

Kommentare

 
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Das neue Need For Speed darf sich meiner Meinung nach noch nicht einmal Reboot nennen, da die Engine aus dem fast zwei Jahren alten Rivals ├╝bernommen wurde.

Man sieht, dass sich die Entwickler mit der Community auseinandergesetzt haben, aber sie werden den Anspr├╝chen trotzdem nicht gerecht. Das Spiel soll wieder zur├╝ck zu den Wurzeln gehen, aber f├╝r mich ist das nur ein Rivals mit optischen Tuning-Optionen bei Nacht. Mehr steckt auch nicht dahinter, denn es f├╝hlt sich nicht wie ein alter Blackbox-Titel an. Need For Speed ist nur noch zu einem kommerziellen Abschaum geworden und wieso? Die Entwickler nutzen jede Gelegenheit, um zu zeigen, wie toll doch die Grafik des Spiels sei, indem sie bisher ├╝berwiegend nur Szenen bei Nacht und Regen gezeigt haben, um die ach so geilen Effekte zu zeigen. Wenn ein Spiel sich gut anf├╝hlt und es Spa├č macht, kann man das dann auch lassen, oder? Grafik ist nur Nebensache.

Was ich aus alten Teilen vermisse, ist der alte Start - kein fliegender. Die unterschiedlichen Rennmodi Drag, Drift und Runden-K.O. Das Tuning ist ein richtiger Schritt in die Richtung, aber bisher kann nur das optische ├╝berzeugen, auch wenn der Umfang nicht so gro├č ist wie in den alten Teilen, denn Performance-Tuning habe ich bisher nicht wirklich gesehen. Leider kein Fahrwerk-, Turbo- oder Motor-Tuning wie man es damals aus Underground mit echten Herstellern wie Greddy, NOS, Bilstein und Co. kannte. Stattdessen soll man anhand von Reglern sein eigenes Handling einstellen.

Die Trailer sahen bisher ph├Ąnomenal aus, aber diese dienen in meiner Sicht nur dazu, um vom eigentlichen Gameplay abzulenken, schade auch.

Den Online-Zwang finde ich auch nicht gut, denn ich will das Spiel auch noch spielen, wenn ich gerade keine oder eine schlechte Verbindung habe.
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Ich muss sagen, dass mich diese Vorschau doch extrem ├╝berrascht hat. Die meisten anderen mir bekannten Eindr├╝cke sind doch deutlich positiver. Da ich deine Meinung aber sch├Ątze und du deinen Ersteindruck auch klar begr├╝ndet hast, kann ich dir aber dennoch folgen.

Ich habe auf der Gamescom nicht das Spiel angespielt, daher muss zumindest in Sachen Fahrverhalten ohnehin passen. Sollte es jedoch so schlecht sein wie in Rivals (was angesichts des gleichen Entwicklers keine gro├če ├ťberraschung w├Ąre), pflichte ich dir jedoch gerne bei. ├ťberhaupt halte ich den Entwickler f├╝r ein Manko: sicher, die Entwicklungszeit war dieses Mal sicherlich l├Ąnger als beim Vorg├Ąnger, aber Rivals hatte zum Teil derma├čen gro├če technische Probleme... Egal, das hat EA ja scheinbar selbst erkannt, warum sonst gab es letztes Jahr keinen neuen Ableger der Reihe.

Den Onlinezwang halte ich f├╝r absolut unn├Âtig. Einen besonders guten Multiplayer hatte keiner der neueren Need For Speed - Teile, ich pers├Ânlich br├Ąuchte auch keinen - zumindest f├╝r den Fall, das es eine einigerma├čen gute Karriere gibt.

Das Tuning scheint ja gut zu sein und ich halte es auch schon jetzt f├╝r das eigentliche Highlight des Spiels. Ghost scheint sich in diesem Punkt wirklich M├╝he gegeben zu haben. Das neue NFS wirkt auf mich, zumindest in diesem Punkt, wie Underground ├╝bertragen ins Jahr 2015. Und im Jahr 2015 ist das quietschbunte Tokio Drift-Tuning nun mal dem Breitbau-Tuning gewichen. Die Namen Liberty Walk, Rocket Bunny und Rauh-Welt Begriff erfreuen sich gro├čer Beliebtheit und auf den Zug ist auch EA aufgesprungen. Das hei├čt: wer sich f├╝r diese Art des Tunings wenig oder gar nicht begeistern kann, f├╝r den f├Ąllt wohl ein gro├čer Teil des Spielreizes weg. Und das scheint mir auch bei dir der Fall zu sein.

Die "Icons" sehe ich mit gemischten Gef├╝hlen. W├Ąhrend ich (als gro├čer Porsche-Fan Big Smile ) die Namen Nakai San und Magnus Walker als gut zur Atmosph├Ąre passend empfinde, passt Ken Block weniger als Bild. Sicher, er hat mit seinem Mustang ein paar Kreisel gedreht, dennoch bringe ich ihn mehr mit Motorsport als mit Tuning in Verbindung. Die anderen beiden sagen mir wenig und sind mir eher gleichg├╝ltig. Generell finde ich die Idee gut, Personen aus dem echten Leben in ein Spiel einzugliedern, ob sich das gro├čartig auf die Spielweise auswirkt sei mal dahingestellt.

Zusammengefasst habe ich so ein bisschen den Eindruck, dass Ghost beim ganzen Tuning eines Wagens in der Garage das Fahren selbst vergessen hat.
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Interessant ist f├╝r mich zu sehen, dass ihr beide die Underground Teile als Referenz nehmt. Vermutlich eine Altersfrage aber gleichzeitig auch eine der Positionierung. Tuning war vor NFS:U/U2 kein gro├čes Thema. Dennoch, gerade die Rennen waren in den Need for Speed Spielen aus den 90er Jahren bis hin zu Porsche der Spa├čgarant. Genau an dieser Stelle hat die Anspielversion gr├╝ndlich versagt.

@Ruf:
Ich habe, wie in anderen Artikeln auch, bewusst subjektiv geschrieben und werde das auch weiterhin tun. Wenn ein Spiel "Need for Speed" genannt wird, dann erwarte ich als Spieler der ersten Stunde, dass auch ein Spielgef├╝hl vermittelt wird, wie es vor 15 bis 20 Jahren getan wurde - auch wenn ich ein absoluter Verfechter von Weiterentwicklung und dem Ausprobieren neuer Mechaniken bin, Stagnation ist keine L├Âsung. Genau das fand ich jedoch nicht vor.
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Bez├╝glich des Vergleichs, ich denke, dass dieser Vergleich unausweichlich ist. EA selbst hat darauf abgezielt und f├╝r viele gilt das neue NFS als eine Art Underground 3.

Meine pers├Ânlichen Lieblings-NFS-Teile sind Brennender Asphalt und Porsche, und du hast recht, in beiden gab es kaum Tuning. Und beide Spiele (und ihre direkten Vor- und Nachg├Ąnger) boten Rennen, die mit den heutigen NFS-Rennen nur noch wenig gemeinhaben - mal damit angefangen, dass es in den neuen Spielen keine stehenden Starts mehr gibt. Die fr├╝hen Teile standen f├╝r das simple Fahren von Rennen mit Sportwagen, die neueren Teile, ja wof├╝r? Ich denke das meinst du, oder?

Wie gesagt, der neue Teil wird ein Tuning- und kein Rennspiel.
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Ich habe mir schon sowas gedacht. Ich finde hier kommt nichts wirklich Neues. Diese ganzen Personen wie Ken Block kennt man ja schon seit Jahren aus Acade-Rennspielen. Dann das ganze Konzept, das ist f├╝r mich ein alter Aufguss.
Im Prinzip war NfS U2 ein echter Durchbruch und Erfolg der Serie. Es gab etwas komplett Neues, die Vereinigung einer frei befahrbaren, damals riesigen Welt und extremen Tuning. Dieses Konzept wurde von den ganzen anderen Teilen immer und immer wieder aufgegriffen, bis es nicht mehr funktionierte. Mit eingeflossen ist der Erfolg von Hot Pursuit, dem wahrscheinlich die ganzen Cop-Verfolgungsjagten zuzuschreiben sind. Ab NfS Most Wanted scheint das der Baukasten zu sein, nach dem alle NfS zusammengebaut werden (ausgenommen Shift und ProStreet).
F├╝r mich w├Ąre mal ein NfS wie Porsche oder I-III interessant, aber das scheint bei der breiten Masse wohl nicht so gut anzukommen.
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Bearbeitet durch WorldRacer (11.08.2015 um 16:59 Uhr)
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Quote: Ruf98
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Die fr├╝hen Teile standen f├╝r das simple Fahren von Rennen mit Sportwagen, die neueren Teile, ja wof├╝r? Ich denke das meinst du, oder?
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Exakt das meinte ich.
Quote: Ruf98
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Wie gesagt, der neue Teil wird ein Tuning- und kein Rennspiel.

NFS soll aber Rennspiel mit Tuning (nach neuerer Definition) sein, doch das Rennen fahren wurde leider immer mehr vernachl├Ąssigt. Zum reinen Tunen gibt es andere Spiele (die teilweise durch Kickstarter keinen Anklang fanden - unverst├Ąndlicherweise).

Quote: WorldRacer
...
F├╝r mich w├Ąre mal ein NfS wie Porsche oder I-III interessant, aber das scheint bei der breiten Masse wohl nicht so gut anzukommen.

Leider, doch genau sowas w├╝rde auch ich unter "w├╝rdiger Nachfolger" verstehen.
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So, das Spiel hat f├╝r mich jetzt offiziell verschissen. Man wird maximal 5 Autos haben k├Ânnen. Will man ein neues, muss eines verkauft werden.
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Also, meiner Meinung nach, klingt das nach alles anderem als Reboot, sondern eher ein Genrewechsel. So wie ich das sehe hat Ghost eher Arbeit am Tuning gemacht als am Fahrverhalten. Eventuell wollten sie es nicht so, aber es scheint als wollen sie eher ein Spiel gehen in dem es mehr um das Tuning geht als das Fahren, ├Ąhnlich wie bei der Street Legal-Serie. Nat├╝rlich ging es in SLRR auch darum der beste Street Racer von der Stadt zu werden, aber sein wir ehrlich wir haben uns da eher ums Tuning bem├╝ht als ums Fahren, da das Fahrverhalten in SLRR nett gesagt nicht so toll war, aber die Autos sehr detailliert waren und Feintuning einiges bei der Leistung ge├Ąndert hatte. Also, ich pers├Ânlich h├Ątte nichts dagegen, aber wenn Ghost diese Schiene f├Ąhrt, dann wird NFS15 nichts besseres als ein neues Street Legal.
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