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Need for Speed: Hot Pursuit Test

Need for Speed: Hot Pursuit im Test: So sieht Freude am Rasen aus


Alexander Weißgerber, 22.11.2010
n/a Der rechte Fuß quält das Gaspedal und es fühlt sich an, als wäre im Bodenblech schon eine Beule, doch die Tachonadel ist bereits am Anschlag und der Drehzahlmesser schrammt im roten Bereich, als ich haarscharf an einem Van vorbeidrifte. Es nutzt alles nichts, der Lamborghini im Rückspiegel wird immer größer und plötzlich schwenkt die Kamera weg und der Einsatz einer neuen Interceptor Einheit wird ankündigt.
Kaum bin ich an ihr vorbeigerast, legt es auch schon die Elektronik meines Pagani Zonda lahm und ein heftiger Aufprall rammt mich von der Straße. Ich rappel mich schnell wieder hoch und nehme die Verfolgung wieder auf. Zuerst den Cop von der Straße gefegt und dann mit einem beherzten Druck auf den Knopf der Nitro Einspritzung alles aus dem Wagen rausgeholt – der Sieg gehört mir!


Ja, richtig gelesen, es geht heiß her mit Nitro, EMP, Polizeiverfolgung und jeder Menge Bleifuß. Wer sich scheut als Racer die entgegenkommende Spur zu nutzen und den Verkehr so dicht wie möglich zu passieren, verspielt wertvolles Nitro, welches zu guten Rennzeiten, und vor allem zum Sieg verhelfen kann.

n/a Gleich zu Beginn im Menü werden Erinnerungen geweckt. Wählt man einen Wagen aus, wird von einer freundlichen Frauenstimme beschrieben, um was für ein Fahrzeug es sich handelt und geschichtliche Hintergründe beispielsweise zur Entwicklung des Wagens werden erläutert. So ähnlich wusste schon Mitte der 90er Jahre das allererste The Need for Speed zu begeistern, und auch heute klappt es bei Hot Pursuit auf gleiche Weise.

Doch halten wir uns nicht zu lange im Menü auf, denn der Drang nach Geschwindigkeit ruft und wir wollen schnellstmöglich auf die Piste um der Konkurrenz zu zeigen, was es heißt schnell zu fahren. Schwingen wir uns also hinter das Lenkrad eines Porsche Boxster und lassen die Reifen qualmen und die Gegner im Rückspiegel zurück. Von Beginn an gefesselt von der wunderschönen Landschaft, fällt es im ersten Moment gar nicht so leicht, die Augen auf der Straße zu halten. Zu viele sehenswerte Ausblicke lenken vom Renngeschehen ab und ziehen den Blick auf sich. Doch plötzlich rast der BMW Z4 an uns vorbei und es heißt wieder, den Gasfuß etwas weiter durchtreten, rüber auf die Gegenfahrbahn, die Nitro Füllung aufgeladen und ab geht die Post.

The Need for Burnout

n/a Einem Spieler, dem die Burnout Reihe kein Fremdwort ist - besonders das letzte Burnout Paradise, das auch von Criterion Games entwickelt wurde – fallen natürlich zahlreiche Ähnlichkeiten auf, doch das schmälert keineswegs den Spielspaß. Denn wie schon bei Burnout müsst ihr auch bei Hot Pursuit höllisch aufpassen, was auf der Straße los ist.

Verursacht der entgegenkommende Verkehr in einer mit 290 Stundenkilometer gefahrenen Kurve schon bei Tageslicht ordentlich Herzklopfen, werden erst recht die Nachtrennen zu einer Herausforderung. Hier kommt zum einen stimmungsvolle Beleuchtung zum Einsatz und zum anderen jede Menge Dunkelheit, die nur von den Scheinwerfern des eigenen Wagens und denen der Kontrahenten zerschnitten wird. Es ist jede Menge Konzentration gefordert um nicht ungewollt die Strecke zu verlassen oder mit dem Verkehr zu kollidieren.

n/a Jetzt stellt euch noch vor, ihr fahrt bei Gewitter und Blitze durchzucken die dunkle Nacht, dann kommt ihr der Darstellung von Spannung in Hot Pursuit schon sehr nah. Denn wenn auch noch die Gischt des Vordermanns eure Sicht auf den Asphalt behindert, wird die Raserei zu einem wahren Blindflug. Und dennoch, das interessiert alles nicht, denn die Lust auf Geschwindigkeit ist immer vorhanden und es macht einfach Spaß, das Gaspedal noch mehr zu quälen als ihr es ohnehin schon tut, um dem Spielerkonto durch waghalsige Manöver noch ein paar extra verdiente Punkte hinzuzuaddieren.


Vom Grünschnabel zum Oberbullen oder wie wird man der meistgesuchte Raser

Man beginnt die Karriere als einfacher Raser oder Grünschnabel bei der Polizei. Mit dem ersten Rennen, egal ob Polizist oder Raser, wird auch sofort klar, in Need for Speed: Hot Pursuit dreht sich alles um herrliche Landschaften, tolle Autos und aberwitzige Geschwindigkeit. Der langjährige Need for Speed Spieler wird auch schnell feststellen, dass die angekündigte Ausrichtung, zurück zu den Wurzeln, endlich Fuß gefasst hat und das pure Renngefühl, das man schon früher in der Serie hatte, zurück ist. Mit Edelkarossen jenseits des Erschwinglichen durch herrliche Natur, genau das ist es, was Need for Speed: Hot Pursuit auszeichnet.

n/a Das Karrieresystem, egal ob als Cop oder Racer, ist fordernd aufgebaut und belohnt den Spieler konsequent. Im Grunde sehr simpel und ohne jegliche Story spult man ein Rennen nach dem anderen ab, doch die Mischung macht’s. Muss man sich bei Hot Pursuit die eigene Garage nicht erst durch teuer finanzierte Autos füllen, gibt es stattdessen regelmäßig Nachschub an neuen Wagen. Dabei hat man das Gefühl, stetig edlere Modelle präsentiert zu bekommen; und auch wenn ihr mal ein Rennen nicht gewonnen habt, ihr bekommt dennoch Punkte, die eurem Konto gut geschrieben werden und damit die Karriere voran bringen.

In den ersten Spielstunden geht es auch munter so weiter. Neue Strecken, neue Autos, neue Rennen. Die Abwechslung kennt scheinbar keine Grenzen. Doch desto höher ihr die Karriereleiter erklimmt, desto eher merkt ihr, das auch bei Need for Speed Grenzen existieren. Das heißt nicht, es wird langweilig, jedoch langwierig. Gab es zu Beginn noch massig Belohnungen, nehmen diese später ab. Hinzu kommt, dass der Schwierigkeitsgrad insgesamt in einer stetigen Kurve ansteigt und euer Können dauerhaft fordert. Für weniger energische und erfahrene Spieler wird es später jedoch zu anspruchsvoll.

n/a Hier fehlt die Wahl zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden, womit sowohl Einsteiger auf Dauer motiviert werden könnten, als auch erfahrene Spieler immer wieder neue Herausforderungen erleben. In der fortgeschrittenen Karriere werden die Raser beispielsweise immer cleverer. Das heißt, die fahren nicht mehr einfach nur geradeaus oder nutzen auch mal die eine oder andere Abkürzung, sondern sie legen auch Vollbremsungen hin um rasant zu wenden und sich somit der Verfolgung zu entziehen. Hier muss schnell geschaltet werden. Also selber auch die Handbremse gezogen, eine 180 Grad Wendung vollzogen und hinterher gejagt.

All diese Steigerungen, zu denen auch stetig neue Waffen, sowohl auf Seite der Racer als auch der Cops, sind für geübte Rennspielfreunde eine willkommene Abwechslung und fördern sogar den Spielspaß. Fährt man aber nicht so perfekt, kann die Karriere mit der Zeit auch zu Frust führen. Sollte das eintreten, hilft eventuell der Freie Fahrt Modus. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zum Original aus den 90ern.

Ständig bis zum Bodenblech

n/a Das Fahrverhalten der einzelnen Wagen unterscheidet sich nur marginal. Zwar sind die Beschleunigungswerte spürbar unterschiedlich ebenso wie die Höchstgeschwindigkeiten, doch wer hier auch nur ansatzweise Simulationscharakter mit Realismus erwartet, der sollte einen Bogen um Hot Pursuit machen. Das Physikmodell ist perfekt auf hohe Geschwindigkeit und perfekte Drifts ausgelegt. Letztere machen besonders viel Spaß und sind vermutlich für jeden Spieler gut zu beherrschen.
Einziges Manko und damit gewöhnungsbedürftig ist die Reaktionszeit auf Steuereingaben. Zwar macht der Wagen, was man will, doch besonders schnelle Ausweichmanöver sind beispielsweise kaum möglich, dazu reagiert das Auto zu träge.
Für den Bleifuß des Spielers jedoch, ist Criterion mit Hot Pursuit genau die richtige Mischung gelungen.

Reicht die reine Motorleistung nicht mehr aus, gibt es allerlei elektronische oder mechanische Helferlein. Diese Waffen sind für Raser und Cops gleichermaßen verfügbar, unterscheiden sich aber dennoch. Wenn ihr auf der Flucht seid stehen ein EMP (elektromagnetischer Puls), Nagelstreifen, Störsender und ein extremer Turbo bereit. Wobei „bereit“ zuviel gesagt ist, denn je nach Rennen wird vom Spiel vorgegeben, welche Waffen genutzt und wie oft diese eingesetzt werden können.

Die Polizei hat ebenfalls Waffen. Wie bei den Rasern gibt es Nagelstreifen und EMP. Hinzu kommen der Einsatz von Straßensperren und wenn es ganz brenzlig wird, kann auch der Hubschrauber gerufen werden, der eine ganz besondere Form der Nagelstreifen abwirft. Damit wird die Straße für die Raser richtig eng und teilweise gibt es kein Entkommen mehr. Die Auswahl und die Zahl der verfügbaren Einsätze werden auch bei den Cops vom Spiel vorgegeben.

n/a So weit das Auge reicht

Gab es im ersten Need for Speed: Hot Pursuit nur abgesteckte Strecken, die man nacheinander abspulen und nicht frei erkunden konnte, hat Criterion Games bei der Neuauflage eine vollständig frei befahrbare Welt geschaffen, die zum Erkunden einlädt.

Diese Einladung sollte man wörtlich nehmen. Denn wie aus dem Reisekatalog fährt man durch endlose Wüsten, entlang wunderschöner Strände, jagt Serpentinen hoch oder runter, durchquert Wälder mit eindrucksvollen Mammutbäumen und erlebt die Schneefallgrenze in den Bergen. Dabei ist es sogar möglich, innerhalb eines Rennens verschiedene Landschaften zu durchqueren und damit die pure Abwechslung bei der Präsentation zu bekommen.
Ähnlich wie bei Burnout Paradise, könnt ihr in der Freien Fahrt die Strecken erkunden und die tückischen Kurven kennenlernen oder auch die Abkürzungen ausfindig machen. Schade nur, dass es entgegen der Möglichkeit des gerade genannten Burnout Paradise, direkt aus der Freien Fahrt heraus Rennen zu starten, in Hot Pursuit keine Interaktionsmöglichkeiten gibt. Es gibt keine Polizei oder andere Racer, die herausgefordert werden können. Im Grunde dient der Modus also nur dazu, Bilder zu schießen, die ihr per Autolog mit Freunden teilen könnt.

Image

Wie auch bei der Landschaft, bieten ebenso die Fahrzeuge viel Abwechslung. Mit einer umwerfenden Auswahl der edelsten Schlitten auf unserem Planeten, hat sich Criterion Games so richtig ins Zeug gelegt. Insgesamt 66 Fahrzeuge der renommiertesten Hersteller warten darauf, als Racer ans Limit getrieben zu werden oder von der Polizei in Spezialversionen zum Stoppen der wilden Raser zum Einsatz zu kommen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge sehr detailliert. Dem peniblen Auge werden jedoch ein paar marginale Qualitätsunterschiede auffallen. Manche Fahrzeuge sind derartig detailliert, dass keine Wünsche offen bleiben, andere hingegen zeigen sichtbare Ecken im Radkasten. Im Gesamtbild ist das jedoch alles kein Mangel, denn die Präsentation stimmt – so wie die Texturen für die Umgebung, sind sie auch bei den Autos gestochen scharf.

n/a Egal ob als Racer oder Cop, teure, schnelle und exotische Autos gibt es für beide Seiten. Der Unterschied besteht jedoch in der Ausstattung und der Konfigurierbarkeit. Als Raser könnt ihr den aktuellen Wagen lackieren, wobei je nach Fahrzeug immer nur eine bestimmte Lackauswahl besteht, die sich an den originalen Farben des Herstellers orientieren. Damit endet jedoch auch schon die Individualisierung, denn Tuning ist bei Hot Pursuit ein Fremdwort. Weder Leistung noch Optik können verändert werden.
Und darin gleichen sich nun wieder die Rollen Cop und Racer. Denn bei den Cops kann man gar nichts ändern – was sollte man auch ändern, ein Polizeiauto hat eine Polizeilackierung, fertig.

Ein Fest für die Ohren

Den Sound hingegen sollte man nicht erst durch irgendwelche neuen Endschalldämpfer oder gar komplette Auspuffanlagen verbessern. Hier trumpft Need for Speed: Hot Pursuit ordentlich auf. Die Fahrzeuge klingen allesamt unterschiedlich. Man merkt sofort, ob sich 6, 8 oder mehr Zylinder unter der Motorhaube befinden und wenn man die Boxen richtig aufdreht, gibt es ein herrliches Klangkonzert.

Die ewige Herausforderung

Bereits angesprochen bietet Need for Speed: Hot Pursuit das neue Autolog. Ein Feature, das es ermöglicht, einen kontinuierlich Wettkampf zwischen Freunden zu ermöglichen. Fahrt ihr eine Bestzeit, wird sie auf der Wall gelistet und den Freunden als Herausforderung angeboten. Damit steigert es den Ehrgeiz, ein Rennen zum wiederholten Male zu fahren, nur um zu beweisen, wer der bessere ist. Viel mehr ist Autolog aber nicht.

n/a Der Mehrspieler Modus funktioniert auch ohne Autolog. Wenn man gegen Freunde fahren möchte oder einfach Lust auf ein Rennen oder eine Polizeiverfolgung mit menschlichen Gegner hat, bieten die drei Spielmodi Hot Pursuit, Interceptor und Rennen jede Menge Kurzweil.
Das schöne am Multiplayer ist, dass alle Erfolge auch auf das allgemeine Punktekonto addiert werden. Somit lassen sich durch absolvierte Rennen gegen menschliche Kontrahenten neue Autos gewinnen und der Rang als gesuchter Raser oder erfolgreicher Polizist steigern.
 

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